1116 MOGHARAJA
Zweimal stellte ich, o Sakka, meine Frage: K: "Mogharāja hatte nämlich vorher schon zweimal den Erhabenen befragt, am Ende der Ajita-Sutte und der Tissa-Metteyya-Sutte." Zu Beginn der Erläuterungen zur Tissa-Metteyya-Sutte heißt es im K: "Am Ende der Ajita-Sutte nun begann Mogharāja zu fragen: 'Wie soll betrachten man die Welt, daß einen nicht erspäht der Todesfürst?' Der Erhabene aber erkannte, daß Mogharājas geistige Fähigkeiten noch nicht zur völligen Reife gekommen waren,und er wies ihn zurück mit den Worten: 'Warte noch, o Mogharāja! Ein anderer möge fragen!'" - Zu Beginn der Erläuterungen zur Punnaka-Sutte bemerkt dann der Kommentar: "Auch diese Sutte wurde gesprochen, nachdem Mogharāja in der früheren Weise zurückgewiesen worden war." Auch CNidd, also eine beträchtlich ältere Quelle als K, bringt eine ähnliche kurze Bemerkung in Erläuterung der obigen Textworte "Zweimal . . .". Auch zur Entstehungszeit des Niddesa waren also die früheren Fragen Mogharājas im Text nicht dokumentiert. Da man aber wohl kaum annehmen kann, daß die obigen Textworte ("Zweimal . . .") von vornherein die einzige Erwähnung jenes Tatbestandes waren, mag man die Frage aufwerfen, ob vielleicht verbindende Zwischenstücke bestanden hatten und verloren gegangen sind, seien es 'Erzählende Verse' wie zu Beginn und Ende dieses Buches oder Prosa, wie sie sich nach der Pingiya-Sutte findet.
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Dieser Vers, der die entscheidende Bedeutung der Lehre des Buddha vom Nicht-Ich betont, ist ein in den buddhistischen Ländern besonders bekanntes und häufig zitiertes Buddha-Wort.
Wie ernst und streng Mogharāja dann sein Mönchsleben geführt hat, ist dadurch belegt, daß ihn der Buddha später als den Besten derjenigen rühmte, die sich mit einem Fetzengewand begnügen (s. Angutt.-Nik., Einer-Buch).
1120 PINGIYA
1121 DER ERHABENE
1122 PINGIYA
1123 DER ERHABENE
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So sprach der Erhabene, als er in Māgadha weilte, bei der Felsen-Dagoba. Von den sechzehn Priesterjüngern samt ihrer Schar gebeten und befragt, gab er Antwort auf alle ihre Fragen. Hat da nun einer bei diesen einzelnen Fragen ihren Sinn und Wortlaut verstanden, und er wandelt der Lehre gemäß, dann wird er gewißlich zum 'Anderen Ufer' (pāram) von Alter und Tode gehen. Weil diese Lehren zum 'Anderen Ufer' führen, deshalb eben hat diese Lehrdarlegung die Bezeichnung erhalten*: 'Der Weg zum Anderen Ufer' (Parāyana).
* Diese Prosa-Stelle, von K den Textredaktoren der Konzilien zugeschrieben, ist nur eine Vorwegnahme und Zusammenfassung der folgenden Verse 1124-1130.