Eine der Lehrreden des Khuddakapātha (Khp.VI.1). Sie ist auch im Sutta Nipāta (vss. 222-38) enthalten; siehe auch Gangārohana Sutta.
Sie wurde gesprochen in Vesāli, anlässlich einer Einladung der Licchavis, die Buddha baten, ihre Stadt von den Gefahren der Hungersnot und Pest zu befreien, die über ihr lastete.
Nach den Kommentaren (SNA.i.278ff.; DhA.iii.436ff.; KhpA.164f), sprach Buddha die Sutte zuerst zu Ananda und bat ihn die Stadt zu umrunden, begleitet von den Licchavyer Prinzen, dabei die Sutte aufsagend und Wasser aus seiner Almosenschale versprengend. Sofort verschwanden alle bösen Geister und die Stadtbewohner erholten sich von ihren Krankheiten. Danach trafen sich alle in der Versammlungshalle mit verschiedenen Geschenken und Buddha sprach zu ihnen die Ratana Sutte. Bei dieser Versammlung waren nicht nur die Einwohner anwesend, sondern die Götter aus zwei Götterwelten lauschten den Worten Buddhas.
An anderer Stelle (DhA.iii.165) sagt Buddhaghosa, dass Buddha in der Versammlung nur die ersten fünf Strophen sprach, die übrigen wurden ja bereits von Ananda gesprochen. Weil diese Sutte gesprochen wurde um Übel abzuwehren, wurde sie eine der berühmtesten Schutztexte (Parittā) der Buddhisten.
Die Sutte besteht aus siebzehn Versen:
Es wird auch gesagt (DhA.iii.196), dass Buddha bei diesem Besuch für vierzehn Tage in Vesāli verweilte, die Sutte täglich sieben Tage lang vorzutragen; an jedem Tag erreichten achtundvierzigtausend Wesen die Erlösung. Die Sutte scheint auch unter dem Namen Gangārohana Sutta (Cv.xxxvii.191) bekannt gewesen zu sein. Als Ceylon geplagt war von Hungersnot und Krankheiten, während der Regierungszeit von Upatissa II., ließ der König die Sutte von den Mönchen hersagen, während sie in den Strassen der Stadt herumgingen. Alles Übel verschwand, und er verfügte, dass seine Nachfolger es ebenso tun sollten in Zeiten von Not.(Cv.xxxvii.195f). Sena II. ließ die ganze Sutte in Gold eingravieren und ein großes Fest in ihrem Namen abhalten (Cv.li.79).
Die Sutta ist wiedergegeben im Mahāvastu (i.290ff), wo sie als Svastyanagāthā bezeichnet wird.
Der Dīgha Kommentar (DA.i.250) verweist den Leser auf eine Ratana Sutta in der Bojjhanga Samyutta für Details über die sieben Juwelen eines Cakkavatti. Mit dieser Referenz ist offensichtlich die Chakkavatti Sutta gemeint. (S.46.42).