Dīgha-Nikāya, die Sammlung der langen Reden

1. Die Lehrrede Brahmajāla

Kapitel 1

1. So habe ich gehört. Zu einer Zeit war der Erhabene unterwegs zwischen Rājagaha und Nāļanda, mit einer großen Mönchsgemeinde, mit fünfhundert Mönchen. Auch der Wanderasket Suppiya war unterwegs zwischen Rājagaha und Nāļanda, mit dem jungen Schüler namens Brahmadatta. Da hatte der Wanderasket Suppiya in verschiedener Weise schlecht über den Erhabenen gesprochen, schlecht über die Lehre gesprochen, schlecht über die Gemeinde gesprochen. Der junge Schüler des Wanderasketen Suppiya, Brahmadatta, hatte in verschiedener Weise gut über den Erhabenen gesprochen, gut über die Lehre gesprochen, gut über die Gemeinde gesprochen. So haben die beiden, Schüler und Lehrer, gegenseitig eine völlig verschiedene Meinung vertreten und folgten so dem Erhabenen und der Mönchsgemeinde dichtauf nach.

2. Es hielt sich der Erhabene mit der Mönchsgemeinde eine Nacht in Ambalaţţhika, im königlichen (Rast)haus auf. Auch der Wanderasket Suppiya hielt sich mit seinem jungen Schüler Brahmadatta eine Nacht in Ambalaţţhika, im königlichen (Rast)haus auf. Dort hatte der Wanderasket Suppiya in verschiedener Weise schlecht über den Erhabenen gesprochen, schlecht über die Lehre gesprochen, schlecht über die Gemeinde gesprochen. Der junge Schüler des Wanderasketen Suppiya, Brahmadatta, hatte in verschiedener Weise gut über den Erhabenen gesprochen, gut über die Lehre gesprochen, gut über die Gemeinde gesprochen. So haben die beiden, Schüler und Lehrer, gegenseitig eine völlig verschiedene Meinung vertreten und folgten so dem Erhabenen und der Mönchs-gemeinde dichtauf nach.

3. Da hat eine große Zahl von Mönchen am Ende der Nacht, nach dem Aufstehen, sich in der runden offenen Halle zusammengefunden, und es entstand folgendes Gespräch: "Großartig ist es, Brüder, erstaunlich, Brüder, wie der Erhabene, der Wissende, der Sehende, der Heilige, der vollkommen Erwachte, der Wesen verschiedene Veranlagungen erfasst hat. Dieser Wanderasket Suppiya hat in verschiedener Weise schlecht über den Erhabenen gesprochen, schlecht über die Lehre gesprochen, schlecht über die Gemeinde gesprochen. Dieser junge Schüler des Wanderasketen Suppiya, Brahmadatta, hat in verschiedener Weise gut über den Erhabenen gesprochen, gut über die Lehre gesprochen, gut über die Gemeinde gesprochen. Da haben die beiden, Schüler und Lehrer, gegenseitig eine völlig verschiedene Meinung vertreten und folgten so dem Erhabenen und der Mönchsgemeinde dichtauf nach."

4. Es hat der Erhabene das Gespräch jener Mönche erkannt, ging zu jener runden offenen Halle und setzte sich dort auf den vorbereiteten Sitz. Sitzend sprach der Erhabene die Mönche an: "Zu welchem Gespräch, ihr Mönche, habt ihr euch hier jetzt versammelt? Bei welchem Gespräch habe ich euch unterbrochen?" Daraufhin sagten die Mönche dem Erhabenen Folgendes: "Hier, Verehrungswürdiger, haben wir uns am Ende der Nacht, nach dem Aufstehen, in der runden offenen Halle zusammengefunden und es entstand folgendes Gespräch: 'Großartig ist es, Brüder, erstaunlich, Brüder, wie der Erhabene, der Wissende, der Sehende, der Heilige, der vollkommen Erwachte, der Wesen verschiedene Veranlagungen erfasst hat. Dieser Wanderasket Suppiya hat in verschiedener Weise schlecht über den Erhabenen gesprochen, schlecht über die Lehre gesprochen, schlecht über die Gemeinde gesprochen. Dieser junge Schüler des Wanderasketen Suppiya, Brahmadatta, hat in verschiedener Weise gut über den Erhabenen gesprochen, gut über die Lehre gesprochen, gut über die Gemeinde gesprochen. Da haben die beiden, Schüler und Lehrer, gegenseitig eine völlig verschiedene Meinung vertreten und folgten so dem Erhabenen und der Mönchs-gemeinde dichtauf nach.' Als der Erhabene ankam, haben wir dieses Gespräch unterbrochen."

5. "Wenn von anderen über mich, ihr Mönche, schlecht gesprochen würde, über die Lehre schlecht gesprochen würde, über die Gemeinde schlecht gesprochen würde, lasst keine Feindseligkeit, keine Unzufriedenheit, keine Empörung im Geist entstehen. Wenn von anderen über mich, ihr Mönche, schlecht gesprochen würde, über die Lehre schlecht gesprochen würde, über die Gemeinde schlecht gesprochen würde, und ihr dabei ärgerlich und unerfreut würdet, gereicht das euch selbst zum Schaden. Wenn von anderen über mich, ihr Mönche, schlecht gespro-chen würde, über die Lehre schlecht gesprochen würde, über die Gemeinde schlecht gesprochen würde, und ihr dabei ärgerlich und unerfreut würdet, könntet ihr dann das gut Gesagte vom schlecht Gesagten der anderen unter-scheiden?" - "Nein, Verehrungswürdiger." - "Wenn von anderen über mich, ihr Mönche, schlecht gesprochen würde, über die Lehre schlecht gesprochen würde, über die Gemeinde schlecht gesprochen würde, sollt ihr das Falsche als falsch zurückweisen: 'Aus diesem Grund ist dieses falsch, aus diesem Grund ist dieses nicht wahr, nicht gibt es dies bei uns, nicht kommt das bei uns vor.'"

6. "Wenn von anderen über mich, ihr Mönche, gut gesprochen würde, über die Lehre gut gesprochen würde, über die Gemeinde gut gesprochen würde, lasst kein Entzücken, keine Erfreulichkeit, keine Hochstimmung entstehen. Wenn von anderen über mich, ihr Mönche, gut gesprochen würde, über die Lehre gut gesprochen würde, über die Gemeinde gut gesprochen würde, und ihr dabei entzückt, erfreut, hochgestimmt würdet, gereicht das euch selbst zum Schaden. Wenn von anderen über mich, ihr Mönche, gut gesprochen würde, über die Lehre gut gesprochen würde, über die Gemeinde gut gesprochen würde, sollt ihr das Richtige als richtig annehmen: 'Aus diesem Grund ist dieses richtig, aus diesem Grund ist dieses wahr, dies gibt es bei uns, dies kommt bei uns vor.'

7. Ein nur geringes Maß ist es, ein kärgliches Maß, nur ein (gewisses) Maß von Sittlichkeit meinen sie, ihr Mönche, wenn die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten loben. Und worin besteht, ihr Mönche, das nur geringe Maß, das kärgliche Maß, das (gewisse) Maß von Sittlichkeit, wenn die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten loben?

8. 'Das Töten von Wesen aufgegeben habend, hält sich der Asket Gotama vom Töten fern, den Stock hat er weggelegt, Waffen hat er weggelegt, einfühlsam und teilnehmend verweilt er allen Lebewesen gegenüber Heil wünschend und mitfühlend.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

'Das Nehmen von Nichtgegebenem aufgegeben habend, hält sich der Asket Gotama vom Nehmen des Nichtgegebenen fern, nur das Gegebene nehmend, nur das Gegebene wünschend, nichts entwendend, verweilt er mit einem reinen Selbst.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

'Unkeuschheit aufgegeben habend, führt der Asket Gotama ein Leben in Keuschheit, führt er ein abgesondertes Leben, vermeidet den Geschlechtsverkehr, das ordinäre Ding.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

9. 'Die Lüge aufgegeben habend, hält sich der Asket Gotama von der Lüge fern. Er spricht die Wahrheit, ist der Wahrheit ergeben, ist vertrauenswürdig, aufrichtig, kein Irreführer der Welt.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

'Die Zwischenträgerei aufgegeben habend, hält sich der Asket Gotama vom Säen der Zwietracht fern. Was er hier gehört hat, sagt er nicht dort, um diese zu entzweien, was er dort gehört hat, sagt er nicht hier, um jene zu entzweien. Die Entzweiten einigt er, die Einigen bestärkt er, er liebt die Eintracht, findet Gefallen an der Eintracht, freut sich der Eintracht, spricht Eintracht stiftende Worte.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

'Das Sprechen barscher Worte aufgegeben habend, hält sich der Asket Gotama vom Sprechen barscher Worte fern. Sanfte Worte spricht er, dem Ohr wohltuende, liebe, zum Herzen gehende, kultivierte, vielen Menschen gefallend, vielen Menschen angenehm, dergestalt spricht er.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

'Das Plappern und Plaudern aufgegeben habend, hält sich der Asket Gotama vom Plappern und Plaudern fern. Zur rechten Zeit spricht er, die Wahrheit spricht er, nutzbringend spricht er, um der Wahrheit willen spricht er, um der Disziplin willen spricht er, er spricht gehaltvolle Worte, zur rechten Zeit, mit einer Begründung, nicht ausufernd, nutzbringend.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

10. 'Samen und Pflanzen zu beschädigen, davon hält sich der Asket Gotama fern. Einer der nur einmal isst, es des Nachts vermeidet, ist der Asket Gotama, hält sich vom Essen zur Unzeit fern. Vom Besuch von Tanz, Gesang, Musik und Schaustellungen hält sich der Asket Gotama fern. Vom Schmücken und Zieren mit Blumengirlanden, Wohlgerüchen, Salben und Geschmeide hält sich der Asket Gotama fern. Von hohen und breiten Betten hält sich der Asket Gotama fern. Vom Annehmen von Gold und Silber, ungekochtem Getreide, ungekochtem Fleisch, Frauen und Mädchen, Dienern und Dienerinnen [1], Ziegen und Schafen, Hühnern und Schweinen, Elefanten und Rindern, Pferden und Stuten, Äckern und Ländereien, hält sich der Asket Gotama fern. Der Asket Gotama hält sich fern davon Botengänge auf sich zu nehmen. Vom Kauf und Verkauf hält sich der Asket Gotama fern. Der Asket Gotama hält sich fern vom Betrug mit dem Gewicht, dem Hohlmaß und dem Längenmaß. Von Bestechung, Betrug, Irreführung, Unehrlichkeit hält sich der Asket Gotama fern. Vom Verstümmeln, Totschlagen, Freiheitsberaubung, Straßenraub, Einbruch und Gewalt hält sich der Asket Gotama fern.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

Die kleinen Sittenregeln sind beendet

11. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen , nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, derartig Samen und Pflanzen beschädigend die Zeit verbringen - wie etwa: Wurzeln, Zweige, Glieder [2], Spitzen und Samen als fünftes. Der Asket Gotama hält sich fern von derartiger Beschädigung von Samen und Pflanzen.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

12. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, derartig anhäufend und gebrauchend die Zeit verbringen - wie etwa: das Anhäufen von Essen, Getränken, Kleidung, Wagen, Betten, Wohlgerüchen, anderen materiellen Dingen. Der Asket Gotama hält sich fern von derartiger Anhäufung und Gebrauch.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

13. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, derartige Schaustellungen betrachtend die Zeit verbringen - wie etwa: Tanz, Gesang, Musik, Vorführungen, Vorträge, Handmusik [3], Zauberei, Trommeln, erotische Schattenspiele [4], Jonglierkunst, Bambusakrobatik, Waschungen [5], Kämpfe von Elefanten, Pferden, Büffeln, Stieren, Böcken, Widdern, Hähnen, Wachteln, Kämpfe mit dem Stock, der Faust, Ringkämpfe, Scheingefechte, Truppenvorführungen, Truppenaufmärsche, Truppeninspektionen. Der Asket Gotama hält sich fern von derartiger Betrachtung von Schaustellungen.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

14. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, derartig sich dem Glücksspiel, der Grundlage der Nachlässigkeit hingebend die Zeit verbringen [6] - wie etwa: dem Achtfelderspiel, dem Zehnfelderspiel, dieselben im Freien, dem Spiel bei dem man die auf dem Erdboden gezogenen Linien nicht berühren darf, dem Spiel bei dem man die Steine mit dem Fingernagel von einem Haufen vorsichtig wegnehmen oder wieder dahin schieben muss, ohne sie umzuwerfen, dem Würfelspiel, dem Klippspiel [7], dem Holzstäbchenspiel, dem Kugelspiel [8], dem Töne mit einem Blatt erzeugen, dem Spiel mit kleinen Spielpflügen, dem Purzelbaumspiel, dem Spiel mit Kinderwindmühlen, dem Spiel mit Kindermessgefäßen, mit kleinen Wagen, mit kleinen Bogen, mit Buchstaben, Gedankenraten, einander nachahmen. Der Asket Gotama hält sich fern von derartigem Hingeben an das Glückspiel, der Grundlage der Nachlässigkeit.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

15. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, derartige hohe und breite Betten benutzend die Zeit verbringen - wie etwa: einem Liegestuhl, einem Sofa, einer Wolldecke, einer bunten Decke, einer weißen Decke, einer mit Blumen durchwebten wollenen Decke, einer Baumwollmatratze, einer wollenen Decke mit Fransen an beiden Enden, einer wollenen Decke mit Fransen an einem Ende, Seidendecken mit Edelsteinen besetzt, Seidendecken, wollenen Teppichen von solcher Größe, dass sechzehn Tänzerinnen darauf tanzen können, Elefanten-, Pferde-, oder Wagendecken, einer vorzüglichen Felldecke aus Kadali-Antilopenfell mit einem Baldachin, einer Überdecke mit roten Kissen auf beiden Seiten. Der Asket Gotama hält sich fern vom Hingeben an derartige hohe und breite Betten.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

16. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, sich derartig schmückend und zierend die Zeit verbringen - wie etwa: mit Puder, Massage, Baden, Gliederreiben, Gebrauch von Spiegeln, Salbe zum Färben, Blumen, Salbe, Pulver und Salbe für das Gesicht, Armbändern, Haarbändern, Spazierstöcken, Amuletten, Schwertern, Schirmen, bunten Schuhen, Turbanen, Juwelen, Fächern aus Tierschwänzen, weißen Kleidern mit langen Schleiern. Der Asket Gotama hält sich fern vom derartigen Schmücken und Zieren.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

17. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, mit derartig niedrigen Gesprächen die Zeit verbringen - wie etwa: über Könige, Räuber, Großminister, Heere, Gefahren, Kriege, Essen, Getränke, Kleidung, Betten, Blumengirlanden, Wohlgerüche, Verwandte, Wagen, Dörfer, Kleinstädte, Städte, Länder, Frauen, Männer, Helden, Straßen, Wasserstellen, Vorfahren, Verschiedenes, Weltgeschichte, Meeresgeschichten, so ist es gewesen, so ist es nicht gewesen. Der Asket Gotama hält sich fern von derartigen niedrigen Gesprächen.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

18. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, derartig Streitgespräche führend, die Zeit verbringen - wie etwa: 'Du kennst nicht diese Lehre und Disziplin, ich kenne diese Lehre und Disziplin. Was weißt du von dieser Lehre und Disziplin? Auf dem falschen Wege bist du, ich bin auf dem richtigen Wege, ich habe es verstanden [9], du hast es nicht verstanden. Was zuerst zu sagen war, sagst du zuletzt, was zuletzt zu sagen war, sagst du zuerst. Deine (Behauptung) ist nicht durchdacht, ist verkehrt, bezwungen ist deine Rede, besiegt. Versuche deine Ansicht zu überwinden oder begründe sie.' Der Asket Gotama hält sich fern vom Führen derartiger Streitgespräche.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

19. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, sich mit Botengängen beschäftigend die Zeit verbringen - wie etwa: für den König, für die königlichen Großminister, für die Fürsten, für die Brahmanen, für die Hausherren, für die Prinzen: gehe dorthin, komme von dorther, bringe dieses hin, von dort bringe jenes her. Der Asket Gotama hält sich fern vom Beschäftigen mit Botengängen.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

20. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, die Zeit verbringen - und die sind Betrüger, Scheinpriester [10], Wahrsager, Blender, die geben, um mehr zu bekommen. Der Asket Gotama hält sich fern davon Betrüger und Scheinpriester zu sein.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

Die mittleren Sittenregeln sind beendet

21. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, sich mit solchen niedrigen Künsten beschäftigend, ein falsches Leben führen - wie: Wahrsagen nach Körpermerkmalen, das Deuten von Vorzeichen, Wahrsagen aus Naturerscheinungen, Traumdeutung, Schicksalsdeutung aus Körperzeichen, Wahrsagen nach Ratten- und Mäusefraß, Feueropfer, Löffelopfer, Spreu-opfer, Bruchreisopfer, Reiskörneropfer, Butteropfer, Ölopfer, Mundopfer, Blutopfer. Wissen um die Körpermerkmale, abergläubische Bauvorschriften, abergläubische Vorschriften für fürstliche Feste, Beschwörungs-formeln, Bannformeln, Zauberformeln, Schlangenzauber, Giftzauber, Skorpionzauber, Ratten- und Mäusezauber, die Vogelsprache, die Krähensprache, das Todesdatum vorhersagen, Pfeilschutzzauber, die Sprache der Tiere. Der Asket Gotama hält sich fern vom Beschäftigen mit solchen niedrigen Künsten.' So, ihr Mönche, loben die gewöhn-lichen Menschen den Vollendeten.

22. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, sich mit solchen niedrigen Künsten beschäftigend ein falsches Leben führen - wie: Kenntnis von der Deutung der Merkmale der Edelsteine, der Stöcke, der Kleidung, der Schwerter, der Pfeile, der Bögen, der Waffen, der Frauen, der Männer, der Jungen, der Mädchen, der Diener, der Dienerinnen, der Elefanten, der Pferde, der Büffel, der Stiere, der Rinder, der Böcke, der Widder, der Hähne, der Wachteln, der Warane, der Hasen, der Schildkröten, der Landtiere. Der Asket Gotama hält sich fern vom Beschäftigen mit solchen niedrigen Künsten.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

23. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, sich mit solchen niedrigen Künsten beschäftigend ein falsches Leben führen - wie Prophezeiungen: 'Der König wird umziehen, der König wird nicht umziehen. Die eigene Königsmacht wird aufmarschieren, eine äußere Königsmacht wird abmarschieren, eine äußere Königsmacht wird aufmarschieren, die eigene Königsmacht wird abmarschieren. Die eigene Königsmacht wird siegreich sein, die äußere Königsmacht wird eine Niederlage erleiden, die äußere Königsmacht wird siegreich sein, die eigene Königsmacht wird eine Niederlage erleiden. So wird der Sieg sein, so wird die Niederlage sein.' Der Asket Gotama hält sich fern vom Beschäftigen mit solchen niedrigen Künsten.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

24. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, sich mit solchen niedrigen Künsten beschäftigend ein falsches Leben führen - wie Prophezeiungen: 'Eine Mondfinsternis wird sein, eine Sonnenfinsternis wird sein, eine Sternenfinsternis wird sein, die Sonne und der Mond gehen ihren normalen Weg, die Sonne und der Mond gehen vom normalen Weg ab, die Sterne gehen ihren normalen Weg, die Sterne gehen von ihrem normalen Weg ab, Meteore werden fallen, ein Feuer wird am Himmel sein, ein Erdbeben wird sein, Donner wird sein, Sonne, Mond und Sterne steigen auf, steigen ab, bekommen Flecken, werden rein. Die Mondfinsternis hat diese Folge, die Sonnenfinsternis, die Reinheit von Sonne, Mond und Sternen hat diese Folge.' Der Asket Gotama hält sich fern vom Beschäftigen mit solchen niedrigen Künsten.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

25. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, sich mit solchen niedrigen Künsten beschäftigend ein falsches Leben führen - wie Prophezeiungen: 'Genug Regen wird fallen, nicht genug Regen wird fallen, genug Speise wird da sein, nicht genug Speise wird da sein, Sicherheit wird sein, Gefahr wird sein, Krankheit wird sein, Gesundheit wird sein - wie: Rechnen, Zählen, Addieren, Dichtung, Naturwissenschaft. Der Asket Gotama hält sich fern vom Beschäftigen mit solchen niedrigen Künsten.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

26. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, sich mit solchen niedrigen Künsten beschäftigend ein falsches Leben führen - (wie die Bestimmung des Zeitpunktes etc.) zur Einholung der Braut, zur Verheiratung, zur Aussöhnung, zum Streit, zur Schuldeintreibung, zur Geldanlage, zum Glückbringen, zum Unglückbringen, zur Schwangerschaftsverhinderung, zum Lähmen der Zunge, zum Lähmen der Kiefer, zum Besprechen der Hände (damit sie gelähmt werden), zum Besprechen der Ohren, zum Spiegelorakel, zum Mädchenorakel, zum Götterorakel, zum Sonnendienst, zur Verehrung des Höchsten Wesens, zum Feuerspeien, zur Anrufung der Glücksgöttin. Der Asket Gotama hält sich fern vom Beschäftigen mit solchen niedrigen Künsten.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

27. 'Mögen da auch einige ehrsame Asketen und Brahmanen, nachdem sie das aus Vertrauen gegebene Essen gegessen haben, sich mit solchen niedrigen Künsten beschäftigend ein falsches Leben führen - wie: Götterbesänftigung, ein Gelübde ablegen, ein großes Besänftigungsritual, Hervorrufung von Potenz, Hervorrufung von Impotenz, Bestimmung von Bauvorschriften, Hauseinweihung durch Opferspenden, rituelle Mundspülung, rituelles Baden anderer, opfern für andere, Erbrechen und Abführen lassen, Entschlackung des oberen Teils, Entschlackung des unteren Teils, Entschlackung des Kopfes, Ölung der Ohren, Behandlung der Augen, Verabreichung von Medizin durch die Nase, Anwendung von Augensalbe, Anwendung von Salbe, Praktizieren als Augen-, Ohren- und Nasenarzt, Praktizieren als Chirurg, als Kinderarzt, Verordnung von Wurzelarzneien, gegebene Kräutermedizin anwenden. Der Asket Gotama hält sich fern vom Beschäftigen mit solchen niedrigen Künsten.' So, ihr Mönche, loben die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten.

Dies ist nur ein geringes Maß, ein kärgliches Maß, nur ein (gewisses) Maß von Sittlichkeit, das sie meinen, ihr Mönche, wenn die gewöhnlichen Menschen den Vollendeten loben.

Die größeren Sittenregeln sind beendet.

28. Es gibt, ihr Mönche, andere Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird. Welches, ihr Mönche, sind diese anderen Dinge, die tiefen, schwer zu sehenden, schwer zu verstehenden, beruhigenden, vorzüglichen, nicht dem logischen Denken zugänglichen, für weitblickende Weise erfahrbaren, welche der Vollendete unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird?

29. Es gibt, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen, die über den Anfang (des Daseins) nachdenken, Ansichten über den Anfang haben, die bezüglich des Anfangs verschiedene Behauptungen aufstellen, aus achtzehn Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang denken jene ehrsamen Asketen und Brahmanen über den Anfang nach, haben Ansichten über den Anfang, stellen bezüglich des Anfangs verschiedene Behauptungen auf, aus achtzehn Gründen?

30. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von der Ewigkeit und erklären das Selbst und die Welt als ewig aus vier Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Ewigkeitslehre und erklären das Selbst und die Welt als ewig aus vier Gründen?

31. Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht hat, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, er sich an die verschiedenen früheren Existenzen erinnert - wie etwa an eine Geburt, an zwei Geburten, an drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert, tausend, hunderttausend, mehrere hundert, mehrere tausend, mehrere hunderttausend Geburten: 'Dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben erschien ich dort wieder. Auch dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben, erschien ich dort wieder.' So erinnert er sich an verschiedene frühere Existenzen mit allen Umständen und Einzelheiten. Er sagt Folgendes: 'Ewig ist das Selbst und die Welt, Neues nicht hervorbringend, unwandelbar, feststehend wie ein Pfeiler. Die Wesen, sie laufen und eilen, sterben und werden wiedergeboren, aber es gibt wahrlich etwas, das ewig gleich bleibt.' Aus welchem Grunde? Ich habe ja durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, ich mich an die verschiedenen früheren Existenzen erinnerte - wie etwa an eine Geburt, an zwei Geburten, an drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert, tausend, hunderttausend, mehrere hundert, mehrere tausend, mehrere hunderttausend Geburten. 'Dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben erschien ich dort wieder. Auch dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben, erschien ich dort wieder.' So erinnert er sich an verschiedene frühere Existenzen mit allen Umständen und Einzelheiten. Dadurch weiß er auch dieses: 'Ewig ist das Selbst und die Welt, Neues nicht hervorbringend, unwandelbar, feststehend wie ein Pfeiler. Die Wesen, sie laufen und eilen, sterben und werden wiedergeboren, aber es gibt wahrlich etwas, das ewig gleich bleibt.' Dieses ist, ihr Mönche, die erste Möglichkeit, aus welchem Grund durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen die Ewigkeitslehre erklären und das Selbst und die Welt als ewig erklären.

32. Zweitens, aus welchem Grund durch welchen Zusammenhang erklären die ehrsamen Asketen und Brahmanen, die Ewigkeitslehre und erklären das Selbst und die Welt als ewig? Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht hat, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, er sich an die ver-schiedenen früheren Existenzen erinnert - wie etwa ein Weltvergehen und ein Weltentstehen, an zwei, drei, vier, fünf, zehn, Weltvergehen und Weltentstehen. 'Dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben erschien ich dort wieder. Auch dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben, erschien ich dort wieder.' So erinnert er sich an verschiedene frühere Existenzen mit allen Umständen und Einzelheiten. Dadurch weiß er auch dieses: 'Ewig ist das Selbst und die Welt, Neues nicht hervorbringend, unwandelbar, feststehend wie ein Pfeiler. Die Wesen, sie laufen und eilen, sterben und werden wiedergeboren, aber es gibt wahrlich etwas, das ewig gleich bleibt.' Aus welchem Grunde? Ich habe ja durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, ich mich an die verschiedenen früheren Existenzen erinnerte - wie etwa ein Weltvergehen und ein Weltentstehen, an zwei, drei, vier, fünf, zehn, Weltvergehen und Weltentstehen. 'Dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Fa-miliennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben erschien ich dort wieder. Auch dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben, erschien ich dort wieder.' So erinnert er sich an verschiedene frühere Existenzen mit allen Umständen und Einzelheiten. Dadurch weiß er auch dieses: 'Ewig ist das Selbst und die Welt, Neues nicht hervorbringend, unwandelbar, feststehend wie ein Pfeiler. Die Wesen, sie laufen und eilen, sterben und werden wiedergeboren, aber es gibt wahrlich etwas, das ewig gleich bleibt.' Dieses ist, ihr Mönche, die zweite Möglichkeit, aus welchem Grund durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen die Ewigkeitslehre erklären und das Selbst und die Welt als ewig erklären.

33. Drittens, aus welchem Grund durch welchen Zusammenhang erklären die ehrsamen Asketen und Brahmanen, die Ewigkeitslehre und erklären das Selbst und die Welt als ewig? Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht hat, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, er sich an die ver-schiedenen früheren Existenzen erinnert - wie etwa zehn Weltvergehen und Weltentstehen, an zwanzig, dreißig, vierzig, Weltvergehen und Weltentstehen. 'Dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben erschien ich dort wieder. Auch dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben, erschien ich dort wieder.' So erinnert er sich an verschiedene frühere Existenzen mit allen Umständen und Einzelheiten. Dadurch weiß er auch dieses: 'Ewig ist das Selbst und die Welt, Neues nicht hervorbringend, unwandelbar, feststehend wie ein Pfeiler. Die Wesen, sie laufen und eilen, sterben und werden wiedergeboren, aber es gibt wahrlich etwas, das ewig gleich bleibt.' Aus welchem Grunde? Ich habe ja durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, ich mich an die verschiedenen früheren Existenzen erinnerte - wie etwa zehn Weltvergehen und Weltentstehen, an zwanzig, dreißig, vierzig Weltvergehen und Weltentstehen. 'Dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben erschien ich dort wieder. Auch dort war ich, mit diesem Namen, mit diesem Familiennamen, in dieser Kaste, davon lebte ich, erfuhr dieses Wohl, dieses Leid, dies war mein Lebensende. So gestorben, erschien ich dort wieder.' So erinnerte er sich an verschiedene frühere Existenzen mit allen Umständen und Einzelheiten. Dadurch weiß er auch dieses: 'Ewig ist das Selbst und die Welt, Neues nicht hervorbringend, unwandelbar, feststehend wie ein Pfeiler. Die Wesen, sie laufen und eilen, sterben und werden wiedergeboren, aber es gibt wahrlich etwas, das ewig gleich bleibt.' Dieses ist, ihr Mönche, die dritte Möglichkeit, aus welchem Grund durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen die Ewigkeitslehre erklären und das Selbst und die Welt als ewig erklären.

34. Viertens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären die ehrsamen Asketen und Brahmanen, die Ewigkeitslehre und erklären das Selbst und die Welt als ewig? Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der ist Logiker und Forscher. Er geht logisch heran und forscht nach und sagt nach seiner eigenen Erkenntnis: 'Ewig ist das Selbst und die Welt, Neues nicht hervorbringend, unwandelbar, feststehend wie ein Pfeiler. Die Wesen, sie laufen und eilen, sterben und werden wiedergeboren, aber es gibt wahrlich etwas, das ewig gleich bleibt.' Dieses ist, ihr Mönche, die vierte Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen die Ewigkeitslehre erklären und das Selbst und die Welt als ewig erklären.

35. Diese Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, erklären die Lehre von der Ewigkeit und erklären das Selbst und die Welt als ewig aus vier Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von der Ewigkeit erklären und das Selbst und die Welt als ewig erklären, alle diese tun es aus diesen vier Gründen oder einem von diesen vier, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

36. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er bei sich den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, deren Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, ist er, ihr Mönche, der Vollendete.

37. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete, unmittelbar erkannt selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

Das erste Kapitel

Kapitel 2

1. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen teilweise die Ewigkeit, teilweise die Nichtewigkeit und erklären das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig aus vier Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen teilweise die Ewigkeit, teilweise die Nichtewigkeit und erklären das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig aus vier Gründen?

2. Es gibt eine Zeit, ihr Mönche, wo irgendwann, irgendwie, nach langer Zeit diese Welt vergeht. Wenn die Welt vergeht, werden zahlreiche Wesen im Bereich der Abhassarā-Götter wiedergeboren. Jene Wesen leben dort mit einem aus dem Geist erzeugten Körper, ernähren sich von Freude, aus sich selbst strahlend, bewegen sich im Himmelsraum, sind beständig im Schönen, bestehen eine außerordentlich lange Zeit.

3. Es gibt eine Zeit, ihr Mönche, wo irgendwann irgendwie nach langer Zeit diese Welt entsteht. Wenn die Welt entsteht, erscheint ein leerer Brahmapalast. Dann scheidet irgendein Lebewesen, wenn die Lebenskraft oder die positive (Energie) vergangen ist, aus dem Abhassarā- Himmel ab und erscheint im leeren Brahmapalast. Jenes lebt dort mit einem aus dem Geist erzeugten Körper, ernährt sich von Freude, aus sich selbst strahlend, bewegt sich im Himmelsraum, ist beständig im Schönen, besteht eine außerordentlich lange Zeit.

4. Dort, bei ihm, der so allein ist, entsteht nach einer langen Zeit auf Grund von Unruhe, Monotonie und Besorgnis: 'Mögen doch auch andere Wesen hierher kommen.' Dann scheiden auch andere Lebewesen, wenn die Lebenskraft oder die positive (Energie) vergangen ist, aus dem Abhassarā- Himmel ab und erscheinen im Brahmapalast in Gemeinschaft mit jenem Wesen. Auch jene leben dort mit einem aus dem Geist erzeugten Körper, ernähren sich von Freude, aus sich selbst strahlend, bewegen sich im Himmelsraum, sind beständig im Schönen, bestehen eine außer-ordentlich lange Zeit.

5. Dort, ihr Mönche, kommt dem als erstes erschienenen Wesen folgender Gedanke auf: 'Ich bin der Brahma, der große Brahma, der Bezwinger, der Unbezwungene, der alles Sehende, der Allmächtige, der Herr, der Schöpfer, der Erschaffer, der Erste, der Bewirkende, der Lenkende, der Vater des Gewordenen und Werdenden. Von mir wurden diese Wesen erschaffen. Aus welchem Grund? Mir kam zuerst dieser Gedanke: 'Mögen doch auch andere Wesen hierher kommen.' Dies war mein Vorsatz und diese Wesen sind hierher gekommen', und denjenigen Lebewesen, die nachher entstanden sind, kam folgender Gedanke: 'Dies ist der Herr Brahma, der große Brahma, der Bezwinger, der Unbezwungene, der alles Sehende, der Allmächtige, der Herr, der Schöpfer, der Erschaffer, der Erste, der Bewirken-de, der Lenkende, der Vater des Gewordenen und Werdenden. Von diesem Herrn Brahma wurden wir erschaffen. Aus welchem Grund? Dieser war als Erster hier entstanden, wie wir sahen, wir sind nach ihm entstanden.'

6. Jenes Wesen, ihr Mönche, das zuerst entstanden ist, hat ein längeres Leben, besseres Aussehen, größere Autorität. Diejenigen Wesen, die später entstanden sind, haben ein kürzeres Leben, schlechteres Aussehen, weniger Autorität. Es ist möglich, ihr Mönche, dass ein gewisses Wesen dort abgeschieden, hierher kommt und hierher gekommen vom Haus in die Hauslosigkeit geht. Vom Haus in die Hauslosigkeit gegangen hat er durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, er sich an diese frühere Existenz erinnert, doch weiter erinnert er sich nicht. Er spricht so: 'Welcher der Herr Brahma ist, der große Brahma, der Bezwinger, der Unbezwungene, der alles Sehende, der Allmächtige, der Herr, der Schöpfer, der Erschaffer, der Erste, der Bewirken-de, der Lenkende, der Vater des Gewordenen und Werdenden, von jenem Herrn Brahma sind wir erschaffen worden, jener ist unvergänglich, beständig, ewig, unveränderlich, bleibt ewig gleich und bleibt ewig dort. Diese aber, wir, die wir von Brahma geschaffen wurden, wir sind vergänglich und unbeständig, von kurzer Lebensdauer, haben die Natur des Sterbens, sind (jetzt) hierher gekommen.' Dieses ist, ihr Mönche, die erste Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen teilweise die Ewigkeit, teilweise die Nichtewigkeit erklären und das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig erklären.

7. Zweitens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen teilweise die Ewigkeit, teilweise die Nichtewigkeit und erklären das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig? Es gibt, ihr Mönche, Götter mit Namen Khiḍḍā-padosika [11]. Sie verweilen zu lange beschäftigt mit Scherzen, Spielen und Genießen [12]. Beim langen Beschäftigen mit Scherzen, Spielen und Genießen wird die Achtsamkeit unklar, auf Grund der unklaren Achtsamkeit fallen sie von diesem Götterbereich herab.

8. Es ist möglich, ihr Mönche, dass ein gewisses Wesen, dort abgeschieden, hierher kommt und hierher gekommen vom Haus in die Hauslosigkeit geht. Vom Haus in die Hauslosigkeit gegangen hat es durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, es sich an diese frühere Existenz erinnert, doch weiter erinnert es sich nicht.

9. Der spricht so: 'Jene ehrsamen Götter, die nicht Khiḍḍā-padosika sind, die beschäftigen sich nicht zu lange mit Scherzen, Spielen und Genießen. Bei den mit Scherzen, Spielen und Genießen nicht lange Beschäftigten wird die Achtsamkeit nicht unklar. Auf Grund der nicht unklaren Achtsamkeit fallen sie nicht von diesem Götterbereich herab. Die sind unvergänglich, beständig, ewig, unveränderlich, bleiben ewig gleich und bleiben ewig dort. Wir aber, die wir Khiḍḍā-padosika (Götter) waren und zu lange beschäftigt mit Scherzen, Spielen und Genießen verweilten, bei uns, die wir lange beschäftigt waren mit Scherzen, Spielen und Genießen wurde die Achtsamkeit unklar. Auf Grund der unklaren Achtsamkeit fielen wir von diesem Götterbereich herab. Wir sind vergänglich und unbeständig, von kurzer Lebensdauer, haben die Natur des Sterbens, und sind (jetzt) hierher gekommen.' Dieses ist, ihr Mönche, die zweite Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen teilweise die Ewigkeit, teilweise die Nichtewigkeit erklären und das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig erklären.

10. Drittens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen teilweise die Ewigkeit, teilweise die Nichtewigkeit und erklären das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig? Es gibt, ihr Mönche, Götter mit Namen Mano-padosika [13]. Sie sehen sich gegenseitig lange an. Bei dem sich gegenseitig lange Ansehen, wird das Gemüt verärgert. Auf Grund des gegenseitig verärgerten Gemüts haben sie einen gequälten Körper und ein gequältes Gemüt. Jene fallen von diesem Götterbereich herab.

11. Es ist möglich, ihr Mönche, dass ein gewisses Wesen, dort abgeschieden, hierher kommt und hierher gekommen vom Haus in die Hauslosigkeit geht. Vom Haus in die Hauslosigkeit gegangen, hat es durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, es sich an diese frühere Existenz erinnert, doch weiter erinnert es sich nicht.

12. Es spricht so: 'Jene ehrsamen Götter, die nicht Mano-padosika sind, die nicht zu lange sich gegenseitig anschauen, bei den sich nicht zu lange gegenseitig Anschauenden wird das Gemüt nicht verärgert. Auf Grund der Nichtverärgerung des Gemütes fallen sie nicht von diesem Götterbereich herab. Die sind unvergänglich, beständig, ewig, unveränderlich, bleiben ewig gleich und bleiben ewig dort. Wir aber, die wir Mano-padosika (Götter) waren, haben uns zu lange gegenseitig angeschaut. Bei uns, die wir zu lange uns gegenseitig angeschaut haben, wurde das Gemüt verärgert. Auf Grund der Verärgerung des Gemütes waren Körper und Gemüt gequält. Darum fielen wir von diesem Götterbereich herab. Wir sind vergänglich und unbeständig, von kurzer Lebensdauer, haben die Natur des Sterbens und sind (jetzt) hierher gekommen.' Dieses ist, ihr Mönche, die dritte Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen teilweise die Ewigkeit, teilweise die Nichtewigkeit erklären und das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig erklären.

13. Viertens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen teilweise die Ewigkeit, teilweise die Nichtewigkeit und erklären das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig? Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der ist Logiker und Forscher. Er geht logisch heran und forscht nach und sagt nach seiner eigenen Erkenntnis: 'Was man das Auge nennt, das Ohr, die Nase, die Zunge, den Körper, dies ist das Selbst, vergänglich, unbeständig, nicht ewig, veränderlich. Was aber Gemüt, Geist, Bewusstsein genannt wird, dies ist das Selbst, unvergänglich, beständig, ewig, unveränderlich, bleibt ewig gleich und bleibt ewig dort.' Dieses ist, ihr Mönche, die vierte Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen teilweise die Ewigkeit, teilweise die Nichtewigkeit erklären und das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig erklären.

14. Diese Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, erklären die Lehre von der teilweisen Ewigkeit und der teilweisen Nichtewigkeit und erklären das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig aus vier Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von der teilweisen Ewigkeit, der teilweisen Nichtewigkeit erklären und das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig erklären, alle diese tun es aus diesen vier Gründen oder einem von diesen vier, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

15. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete, unmittelbar erkannt selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

16. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit, und erklären die Welt als endlich beziehungsweise unendlich aus vier Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zu-sammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Endlichkeit beziehungsweise die Unendlichkeit, und erklären die Welt als endlich und auch als unendlich aus vier Gründen?

17. Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht hat, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, er mit der Vorstellung der Endlichkeit bezüglich der Welt verweilt. Der spricht so: 'Diese Welt ist endlich und begrenzt [14]. Aus welchem Grund? Ich habe ja durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, ich mit der Vorstellung der Endlichkeit bezüglich der Welt verweilte. Und dadurch weiß ich dieses: Diese Welt ist endlich und begrenzt.' Dieses ist, ihr Mönche, die erste Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen die Endlichkeit beziehungsweise die Unendlichkeit der Welt erklären.

18. Zweitens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit, und erklären die Welt als endlich beziehungsweise unendlich? Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht hat, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, er mit der Vorstellung der Unendlichkeit bezüglich der Welt verweilt. Der spricht so: 'Diese Welt ist unendlich und unbegrenzt. Was die Asketen und Brahmanen gesagt haben: 'Endlich ist die Welt, begrenzt' dies ist falsch. Unendlich ist diese Welt, unbegrenzt. Aus welchem Grund? Ich habe ja durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, ich mit der Vorstellung der Unendlichkeit bezüglich der Welt verweilte. Und dadurch weiß ich dieses: Diese Welt ist unendlich und unbegrenzt.' Dieses ist, ihr Mönche, die zweite Möglichkeit, aus welchem Grund durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen die Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit der Welt erklären.

19. Drittens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Endlichkeit und Unendlichkeit, und erklären die Welt als endlich und unendlich? Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht hat, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, er mit der Vorstellung der Endlichkeit der Welt bezüglich des Oben und Unten und mit der Vorstellung der Unendlichkeit der Welt beim Horizontalen verweilt. Der spricht so: 'Diese Welt ist endlich und auch unendlich. Was die Asketen und Brahmanen gesagt haben: 'Endlich ist die Welt, begrenzt' dies ist falsch. Was die Asketen und Brahmanen gesagt haben: 'Unendlich ist die Welt, unbegrenzt' dies ist auch falsch. Diese Welt ist endlich und auch unendlich. Aus welchem Grund? Ich habe ja durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, ich mit der Vorstellung der Endlichkeit der Welt bezüglich des Oben und Unten, mit der Vorstellung der Unendlichkeit der Welt beim Horizontalen verweilte. Und dadurch weiß ich dieses: Diese Welt ist endlich und auch unendlich.' Dieses ist, ihr Mönche, die dritte Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen die Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit der Welt erklären.

20. Viertens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit und erklären die Welt als endlich beziehungsweise unendlich? Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der ist Logiker und Forscher. Er geht logisch heran und forscht nach und sagt nach seiner eigenen Erkenntnis: Diese Welt ist nicht endlich und auch nicht unendlich. Was die Asketen und Brahmanen gesagt haben: 'Endlich ist die Welt, begrenzt' dies ist falsch. Was die Asketen und Brahmanen gesagt haben: 'Unendlich ist die Welt, unbegrenzt' dies ist auch falsch. Was die Asketen und Brahmanen gesagt haben: 'Endlich ist die Welt und auch unendlich' dies ist auch falsch. Nicht ist diese Welt endlich und auch nicht unendlich. Dieses ist, ihr Mönche, die vierte Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen die Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit der Welt erklären.

21. Diese Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, erklären die Lehre von der Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit der Welt und erklären die Welt als endlich beziehungsweise unendlich aus vier Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von der Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit der Welt erklären und die Welt als endlich beziehungsweise unendlich erklären, alle diese tun es aus diesen vier Gründen oder einem von diesen vier, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

22. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete, unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

23. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen eine aalglatte Lehre. Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal, aus vier Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen eine aalglatte Lehre, wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal, aus vier Gründen?

24. Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der der Wirklichkeit gemäß nicht weiß: 'Dies ist heilsam', nicht der Wahrheit gemäß weiß: 'Dies ist unheilsam.' Dem kommt folgender Gedanke: Ich weiß nicht der Wahrheit gemäß: 'Dies ist heilsam', nicht der Wahrheit gemäß: 'Dies ist unheilsam.' Ich bin nicht der Wahrheit gemäß wissend: 'Dies ist heilsam', ich bin nicht der Wahrheit gemäß wissend: 'Dies ist unheilsam', wenn ich etwas als heilsam erklären würde, wenn ich etwas als unheilsam erklären würde, wäre für mich Verlangen und Zuneigung beziehungsweise Hass und Widerwille dabei. Wenn für mich Verlangen und Zuneigung beziehungsweise Hass und Widerwille wäre, dann wäre das für mich falsch. Wenn für mich Falsches wäre, wäre das für mich ein Ärgernis. Wenn für mich ein Ärgernis wäre, wäre das für mich eine Gefahr. In dieser Weise, aus Furcht vor falscher Rede, aus Abscheu vor falscher Rede verkündet er nicht: 'Dies ist heilsam', verkündet er nicht: 'Dies ist unheilsam.' Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antwortet er mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal: 'Das denke ich nicht, dass es so ist, denke ich nicht; dass es irgendwie anders ist, denke ich auch nicht; dass es nicht so ist, denke ich auch nicht; dass es nicht nicht so ist, denke ich auch nicht.' Dieses ist, ihr Mönche, die erste Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen eine aalglatte Lehre erklären. Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal.

25. Zweitens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen eine aalglatte Lehre? Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal. Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der der Wahrheit gemäß nicht weiß: 'Dies ist heilsam', nicht der Wahrheit gemäß weiß: 'Dies ist unheilsam.' Dem kommt folgender Gedanke: Ich weiß nicht der Wahrheit gemäß: 'Dies ist heilsam', nicht der Wahrheit gemäß: 'Dies ist unheilsam.' Ich bin nicht der Wahrheit gemäß wissend: 'Dies ist heilsam', ich bin nicht der Wahrheit gemäß wissend: 'Dies ist unheilsam', wenn ich etwas als heilsam erklären würde, wenn ich etwas als unheilsam erklären würde, wäre für mich Verlangen und Zuneigung, Hass und Widerwille dabei. Wenn für mich Verlangen und Zuneigung, Hass und Widerwille wäre, dann wäre das für mich Ergreifen (der Welt). Wenn für mich Ergreifen (der Welt) wäre, wäre das für mich ein Ärgernis. Wenn für mich ein Ärgernis wäre, wäre das für mich eine Gefahr. In dieser Weise aus Furcht vor dem Ergreifen (der Welt), aus Abscheu vor dem Ergreifen (der Welt) verkündet er nicht: 'Dies ist heilsam', verkündet er nicht: 'Dies ist unheilsam.' Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antwortet er mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal: 'Das denke ich nicht, dass es so ist, denke ich nicht, dass es irgendwie anders ist, denke ich auch nicht, dass es nicht so ist, denke ich auch nicht, dass es nicht nicht so ist, denke ich auch nicht.' Dieses ist, ihr Mönche, die zweite Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen eine aalglatte Lehre erklären. Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal.

26. Drittens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen eine aalglatte Lehre? Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal. Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der der Wahrheit gemäß nicht weiß: 'Dies ist heilsam', nicht der Wahrheit gemäß weiß: 'Dies ist unheilsam.' Dem kommt folgender Gedanke: Ich weiß nicht der Wahrheit gemäß: 'Dies ist heilsam', nicht der Wahrheit gemäß: 'Dies ist unheilsam.' Ich bin nicht der Wahrheit gemäß wissend: 'Dies ist heilsam', ich bin nicht der Wahrheit gemäß wissend: 'Dies ist unheilsam.' Wenn ich etwas als heilsam erklären würde, wenn ich etwas als unheilsam erklären würde, gibt es Asketen und Brahmanen, weise, weitblickende, Bezwinger anderer Lehren, Haarspalter, durch Weisheit andere Ansichten widerlegende, diese könnten mich ausfragen, Begründungen verlangen, etwas daran auszusetzen haben. Wenn sie mich ausfragen würden, Begründungen verlangen würden, daran etwas auszusetzen hätten, wäre ich nicht fähig zu antworten. Wenn ich nicht fähig wäre zu antworten, wäre das für mich ein Ärgernis. Wenn für mich ein Ärgernis wäre, wäre das für mich eine Gefahr. In dieser Weise aus Furcht vor Festlegung, aus Abscheu vor dem Festlegen verkündet er nicht: 'Dies ist heilsam', verkündet er nicht: 'Dies ist unheilsam.' Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antwortet er mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal: 'Das denke ich nicht, dass es so ist, denke ich nicht, dass es irgendwie anders ist, denke ich auch nicht, dass es nicht so ist, denke ich auch nicht, dass es nicht nicht so ist, denke ich auch nicht.' Dieses ist, ihr Mönche, die dritte Möglichkeit, aus welchem Grund durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen eine aalglatte Lehre erklären. Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal.

27. Viertens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen eine aalglatte Lehre? Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal. Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der ist einfältig und orientierungslos. Der Einfältige und Orientierungslose antwortet, wo auch immer eine Frage gestellt wird mit Worten, die nicht fassbar sind: 'Wenn jemand so fragen würde: 'Gibt es eine nächste Existenz [15]?' selbst wenn ich denken würde: 'Es gibt eine nächste Existenz' würde ich erklären: 'Es gibt eine nächste Existenz', aber das denke ich nicht, dass es so ist, denke ich nicht, dass es irgendwie anders ist, denke ich auch nicht, dass es nicht so ist, denke ich auch nicht, dass es nicht nicht so ist, denke ich auch nicht.' - 'Wenn jemand so fragen würde: 'Gibt es keine nächste Existenz... gibt es eine und keine nächste Existenz... gibt es weder eine noch keine nächste Existenz... gibt es spontan [16] entstandene Wesen... gibt es eine Frucht, ein Resultat von guten und schlechten Taten [17]... ist der Vollendete nach dem Tode?' selbst wenn ich denken würde: 'Der Vollendete ist nach dem Tode' würde ich erklären: 'Der Vollendete ist nach dem Tode', aber das denke ich nicht, dass es so ist, denke ich nicht; dass es irgendwie anders ist, denke ich auch nicht; dass es nicht so ist, denke ich auch nicht; dass es nicht nicht so ist, denke ich auch nicht.' Dieses ist, ihr Mönche, die vierte Möglichkeit, aus welchem Grund durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen eine aalglatte Lehre erklären. Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal.

28. Diese Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, erklären eine aalglatte Lehre. Wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal, aus vier Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die eine aalglatte Lehre erklären, wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal, alle diese tun es aus diesen vier Gründen oder einem von diesen vier, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

29. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend, werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

30. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von der ursachenlosen Entstehung und er-klären das Selbst und die Welt als ursachenlos entstanden, aus zwei Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Lehre von der ursachenlosen Entstehung und erklären das Selbst und die Welt als ursachenlos entstanden, aus zwei Gründen?

31. Es gibt, ihr Mönche, Götter mit Namen die Wahrnehmungslosen [18], in dem Moment, wo denen die Wahrnehmung entsteht, scheiden sie von jenem Dasein ab. Es ist möglich, ihr Mönche, dass ein gewisses Wesen dort abgeschieden hierher kommt und hierher gekommen vom Haus in die Hauslosigkeit geht. Vom Haus in die Hauslosigkeit gegangen hat es durch Bemühung, durch Anstrengung, durch Hingabe, durch Strebsamkeit, durch rechtes geistiges Ausrichten solche Konzentration des Geistes erreicht, dass, wenn das Gemüt konzentriert ist, es sich an diese frühere Existenz erinnert, doch weiter erinnert es sich nicht. Wenn das Gemüt konzentriert ist, erinnert es sich an die Entstehung der Wahrnehmung, davor erinnert es sich an nichts. Es spricht so: 'Ursachenlos entstanden sind ich und Welt, aus welchem Grund? Ich bin vor diesem hier nicht gewesen. So bin ich jetzt, nicht gewesen, zu einem Wesen geworden.' Dieses ist, ihr Mönche, die erste Möglichkeit, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen die Lehre von der ursachenlosen Entstehung erklären und das Selbst und die Welt als ursachenlos entstanden erklären.

32. Zweitens, aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Lehre von der ursachenlosen Entstehung und erklären das Selbst und die Welt als ursachenlos entstanden? Es gibt, ihr Mönche, manchen Asketen und Brahmanen, der ist Logiker und Forscher. Er geht logisch heran und forscht nach und sagt nach seiner eigenen Erkenntnis: 'Ich und die Welt sind ursachenlos entstanden.' Dieses ist, ihr Mönche, die zweite Möglichkeit, aus welchem Grund durch welchen Zusammenhang einige Asketen und Brahmanen die Lehre von der ursachenlosen Entstehung erklären und das Selbst und die Welt als ursachenlos entstanden erklären.

33. Diese Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, erklären die Lehre von der ursachenlosen Entstehung, und erklären das Selbst und die Welt als ursachenlos entstanden aus zwei Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von der ursachenlosen Entstehung erklären und das Selbst und die Welt als ursachenlos entstanden erklären, alle diese tun es aus diesen zwei Gründen oder einem von diesen zwei, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

34. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

35. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von einem Anfang des Daseins [19], denken über den Anfang nach, bezüglich des Anfangs des Daseins bekennen sie sich dabei zu verschiedenen Überzeugungen aus achtzehn Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von einem Anfang des Daseins verkünden, über den Anfang nachdenken, sich dabei bezüglich des Anfangs zu verschiedenen Überzeugungen bekennen, alle diese tun es aus diesen achtzehn Gründen oder einem von diesen achtzehn, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

36. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

37. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von einem Ende des Daseins [20], denken über das Ende nach, bezüglich des Endes des Daseins bekennen sie sich dabei zu verschiedenen Überzeugungen aus vier-undvierzig Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von einem Ende des Daseins verkünden, über das Ende nachdenken, sich dabei bezüglich des Endes des Daseins zu verschiedenen Überzeugun-gen bekennen, alle diese tun es aus diesen vierundvierzig Gründen oder einem von diesen vierundvierzig, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

38. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von einer Wahrnehmung nach dem Tode. Ein Selbst mit Wahrnehmung nach dem Tode erklären sie aus sechzehn Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Lehre von einer Wahrnehmung nach dem Tode, von einem Selbst mit Wahrnehmung nach dem Tode aus sechzehn Gründen? – Körperlich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend, so erklären sie es... Unkörperlich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Körperlich und unkörperlich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahr-nehmend... Weder körperlich noch unkörperlich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Endlich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Unendlich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Endlich und unendlich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Weder endlich noch unendlich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Das Selbst hat die Wahrnehmung der Einheit, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Das Selbst hat die Wahrnehmung der Vielheit, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Das Selbst hat die Wahrnehmung der Begrenztheit, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Das Selbst hat die Wahrnehmung der Unbegrenztheit, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Ausschließlich glücklich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahr-nehmend... Ausschließlich leidend ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Glücklich und leidend ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend... Weder leidend noch glücklich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode wahrnehmend, so erklären sie es.

39. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von einer Wahrnehmung nach dem Tode, ein Selbst mit Wahrnehmung nach dem Tode erklären sie aus sechzehn Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von einer Wahrnehmung nach dem Tode, ein Selbst mit Wahrnehmung nach dem Tode erklären, alle diese tun es aus diesen sechzehn Gründen oder einem von diesen sechzehn, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

40. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

Das zweite Kapitel

Kapitel 3

1. Da vertreten, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von einer Nichtwahrnehmung nach dem Tode, ein Selbst mit Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären sie aus acht Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Lehre von einer Nichtwahrnehmung nach dem Tode, von einem Selbst mit Nichtwahrnehmung nach dem Tode aus acht Gründen?

2. Einen Körper hat das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode nicht wahrnehmend, so erklären sie es. Keinen Körper hat das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode nicht wahrnehmend... Einen Körper und keinen Körper hat das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode nicht wahrnehmend... Weder einen noch keinen Körper hat das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode nicht wahrnehmend... Endlich ist das Selbst... Unendlich ist das Selbst... Endlich und unendlich ist das Selbst... Weder endlich noch unendlich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode nicht wahrnehmend, so erklären sie es.

3. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von einer Nichtwahrnehmung nach dem Tode, ein Selbst mit Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären sie aus acht Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von einer Nichtwahrnehmung nach dem Tode, ein Selbst mit Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären, alle diese tun es aus diesen acht Gründen oder einem von diesen acht, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

4. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete, unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

5. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von einer weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode, ein Selbst mit weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären sie aus acht Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Lehre von einer weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode, von einem Selbst mit weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode aus acht Gründen?

6. Einen Körper hat das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode weder wahrnehmend noch nichtwahrnehmend, so erklären sie es. Keinen Körper hat das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode weder wahrnehmend noch nichtwahrnehmend... Einen Körper und keinen Körper hat das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode weder wahrneh-mend noch nichtwahrnehmend... Weder einen noch keinen Körper hat das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode weder wahrnehmend noch nichtwahrnehmend... Endlich ist das Selbst... Unendlich ist das Selbst... Endlich und un-endlich ist das Selbst... Weder endlich noch unendlich ist das Selbst, ist gesund, ist nach dem Tode weder wahr-nehmend noch nichtwahrnehmend, so erklären sie es.

7. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von einer weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode, ein Selbst mit weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären sie aus acht Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von einer weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode, ein Selbst mit weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären, alle diese tun es aus diesen acht Gründen oder einem von diesen acht, nicht gibt es außer diesen einen anderen.


8. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

9. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von der Vernichtung, von der Vernichtung der Wesen, deren Auflösung und Entwerdung erklären sie aus sieben Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zu-sammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Lehre von der Vernichtung, von der Vernichtung der Wesen, deren Auflösung und Entwerdung aus sieben Gründen?

10. Es gibt, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen, die erklären diese Lehre, diese Ansicht: 'Weil das Selbst der Körper ist, der aus vier Elementen besteht, gezeugt von Vater und Mutter, wenn der Körper zerfällt, wird er vernichtet, löst er sich auf. Nicht ist etwas nach dem Tode. Insofern wird dieses Selbst völlig vernichtet.' So erklären einige die Vernichtung, Auflösung und Entwerdung der lebenden Wesen.

11. Dem sagt ein anderer Folgendes: 'Es gibt dieses Selbst von dem du sprichst, ich sage nicht, dass es das nicht gibt. Nicht aber ist dieses Selbst insofern völlig vernichtet. Es gibt ein anderes Selbst, himmlisch, körperlich, Sinnesfreuden genießend, grobstoffliche Nahrung essend. Das kennst und siehst du nicht. Das kenne und sehe ich. Dieses ist das Selbst, das, wenn der Körper zerfällt, vernichtet wird, sich auflöst. Nicht ist etwas nach dem Tode. Insofern wird dieses Selbst völlig vernichtet.' So erklären einige die Vernichtung, Auflösung und Entwerdung der lebenden Wesen.

12. Dem sagt ein anderer Folgendes: 'Es gibt dieses Selbst von dem du sprichst, ich sage nicht, dass es das nicht gibt. Nicht aber ist dieses Selbst insofern völlig vernichtet. Es gibt ein anderes Selbst, himmlisch, körperlich, aus dem Geist gezeugt, mit allen Gliedern versehen, mit vollständigen Sinnesfunktionen. Das kennst und siehst du nicht. Das kenne und sehe ich. Dieses ist das Selbst, das, wenn der Körper zerfällt, vernichtet wird, sich auflöst. Nicht ist etwas nach dem Tode. Insofern wird dieses Selbst völlig vernichtet.' So erklären einige die Vernichtung, Auflösung und Entwerdung der lebenden Wesen.

13. Dem sagt ein anderer Folgendes: 'Es gibt dieses Selbst von dem du sprichst, ich sage nicht, dass es das nicht gibt. Nicht aber ist dieses Selbst insofern völlig vernichtet. Es gibt ein anderes Selbst, das alle Vorstellungen von Körperlichkeit überschreitet. Da geht die Vorstellung von Solidität [21] unter. Nicht richtet es seinen Geist aus auf die Verschiedenheit der Vorstellungen (da geht ihm auf): 'Unendlich ist der Raum.' So erreicht es das Gebiet der Raumunendlichkeit. Dieses kennst und siehst du nicht. Jenes kenne und sehe ich. Dieses ist das Selbst das, wenn der Körper zerfällt, vernichtet wird, sich auflöst. Nicht ist etwas nach dem Tode. Insofern wird dieses Selbst völlig vernichtet.' So erklären einige die Vernichtung, Auflösung und Entwerdung der lebenden Wesen.

14. Dem sagt ein anderer Folgendes: 'Es gibt dieses Selbst von dem du sprichst, ich sage nicht, dass es das nicht gibt. Nicht aber ist dieses Selbst insofern völlig vernichtet. Es gibt ein anderes Selbst. Nach völligem Überschreiten des Raumunendlichkeitsgebietes (geht ihm auf): 'Unendlich ist das Bewusstsein.' So erreicht es das Gebiet der Bewusstseinsunendlichkeit. Dieses kennst und siehst du nicht. Jenes kenne und sehe ich. Dieses ist das Selbst, das, wenn der Körper zerfällt, vernichtet wird, sich auflöst. Nicht ist etwas nach dem Tode. Insofern wird dieses Selbst völlig vernichtet.' So erklären einige die Vernichtung, Auflösung und Entwerdung der lebenden Wesen.

15. Dem sagt ein anderer Folgendes: 'Es gibt dieses Selbst von dem du sprichst, ich sage nicht, dass es das nicht gibt. Nicht aber ist dieses Selbst insofern völlig vernichtet. Es gibt ein anderes Selbst. Nach völligem Überschreiten des Bewusstseinsunendlichkeitsgebietes (geht ihm auf): 'Nichts ist da.' So erreicht er das Gebiet der Nichtetwasheit. Dieses kennst und siehst du nicht. Jenes kenne und sehe ich. Dieses ist das Selbst, das, wenn der Körper zerfällt, vernichtet wird, sich auflöst. Nicht ist etwas nach dem Tode. Insofern wird dieses Selbst völlig vernichtet.' So erklären einige die Vernichtung, Auflösung und Entwerdung der lebenden Wesen.


16. Dem sagt ein anderer Folgendes: 'Es gibt dieses Selbst von dem du sprichst, ich sage nicht, dass es das nicht gibt. Nicht aber ist dieses Selbst insofern völlig vernichtet. Es gibt ein anderes Selbst. Nach völligem Überschreiten des Nichtetwasheitsgebietes erreicht es das Gebiet von weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung. Dieses kennst und siehst du nicht. Jenes kenne und sehe ich. Dieses ist das Selbst, das, wenn der Körper zerfällt, vernichtet wird, sich auflöst. Nicht ist etwas nach dem Tode. Insofern wird dieses Selbst völlig vernichtet.' So erklären einige die Vernichtung, Auflösung und Entwerdung der lebenden Wesen.

17. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von der Vernichtung, von der Vernichtung der Wesen, deren Auflösung und Entwerdung erklären sie aus sieben Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von der Vernichtung, von der Vernichtung der Wesen, deren Auflösung und Entwerdung, erklären, alle diese tun es aus diesen sieben Gründen oder einem von diesen sieben, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

18. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

19. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre vom Nibbana in diesem Leben [22], sie erklären das höchste Nibbana in diesem Leben, aus fünf Gründen. Aus welchem Anlass, durch welchen Zusammenhang erklären jene ehrsamen Asketen und Brahmanen die Lehre vom Nibbana in diesem Leben, erklären sie das höchste Nibbana in diesem Leben aus fünf Gründen?

20. Es gibt, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen, die erklären diese Lehre, diese Ansicht: 'Weil dieses Selbst mit fünf Sinnesgenüssen versehen, darin aufgehend genießt, erreicht dieses Selbst schon in diesem Leben das höchste Nibbana.' So erklären einige die Lehre vom Nibbana in diesem Leben, erklären das höchste Nibbana in diesem Leben.

21. Dem sagt ein anderer Folgendes: 'Es gibt dieses Selbst von dem du sprichst, ich sage nicht, dass es das nicht gibt. Nicht aber erreicht dieses Selbst insofern schon in diesem Leben das höchste Nibbana, aus welchem Grunde? Sinnesbegehren, Herr, ist vergänglich, leidvoll, hat die Eigenschaft von Veränderung, durch die Veränderung und das Anderswerden entsteht Kummer, Jammer, körperliche und geistige Pein, Verzweiflung. Denn, Herr, wenn dieses Selbst abgeschieden von sinnlichem Begehren, abgeschieden von unheilsamen Dingen verweilt, erreicht es die mit Denken und Überlegen versehene erste Vertiefung, die Freude und das Wohl der Abgeschiedenheit und verweilt in ihr. Insofern erreicht dieses Selbst schon in diesem Leben das höchste Nibbana.' So erklären einige die Lehre vom Nibbana in diesem Leben, erklären das höchste Nibbana in diesem Leben.

22. Dem sagt ein anderer Folgendes: 'Es gibt dieses Selbst von dem du sprichst, ich sage nicht, dass es das nicht gibt. Nicht aber erreicht dieses Selbst insofern schon in diesem Leben das höchste Nibbana, aus welchem Grunde? Was auch immer dort gedacht und überlegt würde, alles das stellt sich als grob dar. Denn, Herr, dieses Selbst, nachdem es Denken und Überlegen beruhigt hat, erreicht es die innere Klarheit, die Konzentration des Geistes, die von Denken und Überlegen freie zweite Vertiefung, die Freude und das Wohl der Sammlung und verweilt in ihr. Insofern er-reicht dieses Selbst schon in diesem Leben das höchste Nibbana.' So erklären einige die Lehre vom Nibbana in diesem Leben, erklären das höchste Nibbana in diesem Leben.


23. Dem sagt ein anderer Folgendes: 'Es gibt dieses Selbst von dem du sprichst, ich sage nicht, dass es das nicht gibt. Nicht aber erreicht dieses Selbst insofern schon in diesem Leben das höchste Nibbana, aus welchem Grunde? Was auch immer dort die Hochstimmung des mit Freude verbundenen Gemütes ist, alles das stellt sich als grob dar. Denn, Herr, dieses Selbst, nachdem die Freude verflogen ist, verweilt gleichmütig, achtsam und klarbewusst, es empfindet körperliches Wohl. Von dem sagen die Heiligen: 'Das ist gleichmütig, achtsam, im Wohl weilend', so erreicht es die dritte Vertiefung und verweilt in ihr. Insofern erreicht dieses Selbst schon in diesem Leben das höchste Nibbana.' So erklären einige die Lehre vom Nibbana in diesem Leben, erklären das höchste Nibbana in diesem Leben.

24. Dem sagt ein anderer Folgendes: 'Es gibt dieses Selbst von dem du sprichst, ich sage nicht, dass es das nicht gibt. Nicht aber erreicht dieses Selbst insofern schon in diesem Leben das höchste Nibbana, aus welchem Grunde? Was auch immer dort der Genuss des Geistes: 'Das ist angenehm' ist, alles das stellt sich als grob dar. Denn, Herr, dieses Selbst, nachdem Wohl und Leid fallengelassen wurden, nachdem frühere geistige Freuden und Leiden untergegangen sind, erreicht es die leid- und wohllose vierte Vertiefung, die völlige Reinheit des Gleichmuts und der Achtsamkeit und verweilt in ihr. Insofern erreicht dieses Selbst schon in diesem Leben das höchste Nibbana.' So erklären einige die Lehre vom Nibbana in diesem Leben, erklären das höchste Nibbana in diesem Leben.

25. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre vom Nibbana in diesem Leben, sie erklären das höchste Nibbana in diesem Leben, aus fünf Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre vom Nibbana in diesem Leben erklären, das höchste Nibbana in diesem Leben erklären, alle diese tun es aus diesen fünf Gründen oder einem von diesen fünf, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

26. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat. Derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

27. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von einem Ende des Daseins, denken über das Ende nach, bezüglich des Endes des Daseins bekennen sie sich dabei zu verschiedenen Überzeugungen aus vier-undvierzig Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von einem Ende des Daseins verkünden, über das Ende nachdenken, sich dabei bezüglich des Endes des Daseins zu verschiedenen Überzeugun-gen bekennen, alle diese tun es aus diesen vierundvierzig Gründen oder einem von diesen vierundvierzig, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

28. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete unmittelbar erkannt, selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat. Derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

29. Da erklären, ihr Mönche, einige Asketen und Brahmanen die Lehre von einem Anfang des Daseins und einem Ende des Daseins, von einem Anfang und Ende des Daseins und denken über den Anfang und das Ende nach, sie bekennen sich bezüglich des Anfangs und des Endes des Daseins zu verschiedenen Überzeugungen aus zweiundsechzig Gründen. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von einem Anfang des Daseins verkünden, von einem Ende des Daseins verkünden, von einem Anfang und Ende des Daseins verkünden, über den Anfang und das Ende nachdenken, sich dabei zu verschiedenen Überzeugungen bekennen, alle diese tun es aus diesen zweiundsechzig Gründen oder einem von diesen zweiundsechzig, nicht gibt es außer diesen einen anderen.

30. Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete, und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete.


31[23]. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete durch seine höheren geistigen Kräfte selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat. Derentwegen der Vollendete wirk-lichkeitsgemäß gelobt wird.

32. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von der Ewigkeit erklären und das Selbst und die Welt als ewig erklären, tun dies aus vier Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

33. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von der teilweisen Ewigkeit, teilweisen Nichtewigkeit erklären, die das Selbst und die Welt als teilweise ewig und teilweise nichtewig erklären, tun dies aus vier Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

34. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von der Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit erklären und die Welt als endlich beziehungsweise unendlich erklären, tun dies aus vier Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

35. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die aalglatte Lehre erklären, wo auch immer eine Frage gestellt wird, antworten sie mit Worten, die nicht fassbar sind, glatt wie ein Aal, tun dies aus vier Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

36. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von der ursachenlosen Entstehung erklären, die das Selbst und die Welt als ursachenlos entstanden erklären, tun dies aus zwei Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

37. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von einem Anfang des Daseins erklären, die über den Anfang nachdenken, bezüglich des Anfangs des Daseins sich dabei zu verschiedenen Überzeugungen bekennen, tun dies aus achtzehn Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

[[24] Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von einem Ende des Daseins erklären, die über das Ende nachdenken, bezüglich des Endes des Daseins sich dabei zu verschiedenen Überzeugungen bekennen, tun dies aus vierundvierzig Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.]

38. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von einer Wahrnehmung nach dem Tode erklären, die ein Selbst mit Wahrnehmung nach dem Tode erklären, tun dies aus sechzehn Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.


39. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von einer Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären, die ein Selbst mit Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären, tun dies aus acht Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

40. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von einer weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären, die ein Selbst mit weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären, tun dies aus acht Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

41. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von der Vernichtung erklären, die die Vernichtung der Wesen, deren Auflösung und Entwerdung, erklären, tun dies aus sieben Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

42. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre vom Nibbana in diesem Leben erklären, die das höchste Nibbana in diesem Leben erklären, tun dies aus fünf Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

43. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von einem Ende des Daseins erklären, die über das Ende nachdenken, sich dabei bezüglich des Endes des Daseins zu verschiedenen Überzeugungen bekennen, tun dies aus vierundvierzig Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skeptischer Unruhe.

44. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von einem Anfang des Daseins und einem Ende des Daseins, von einem Anfang und Ende des Daseins erklären, über den Anfang und das Ende nachdenken, sich bezüglich des Anfangs und des Endes des Daseins zu verschiedenen Überzeugungen bekennen, tun dies aus zweiundsechzig Gründen. Diese (Lehre) der Herren Asketen und Brahmanen (basiert auf) nicht Erkanntem, nicht Durchschautem, ist nur nach dem Gefühl orientiert, basiert auf von Dürsten geleiteter Besorgnis und skepti-scher Unruhe.

45. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von der Ewigkeit erklären, erklären das Selbst und die Welt als ewig aus vier Gründen. Dies ist bedingt durch Berührung [25].

46 - 57. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von der teilweisen Ewigkeit, teilweisen Nichtewigkeit... Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit... die aalglatte Lehre erklären... die Lehre von der ursachenlosen Entstehung erklären... von einem Anfang des Daseins erklären... (von einem Ende des Daseins erklären)... von einer Wahrnehmung nach dem Tode erklären... von einer Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären... von einer weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären... von der Vernichtung erklären... vom Nibbana in diesem Leben erklären... von einem Ende des Daseins erklären... von einem Anfang des Daseins und einem Ende des Daseins, von einem Anfang und Ende des Daseins erklären, die über den Anfang und das Ende nachdenken, sie bekennen sich bezüglich des Anfangs und des Endes des Daseins zu verschiedenen Über-zeugungen aus zweiundsechzig Gründen. Dies ist bedingt durch Berührung.

58. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von der Ewigkeit erklären und das Selbst und die Welt als ewig erklären, tun dies aus vier Gründen, es ist unmöglich, dass diese Lehre außer durch Berührung empfunden werden kann.


59 - 70. Was diejenigen Asketen und Brahmanen betrifft, ihr Mönche, die die Lehre von der Ewigkeit erklären... von der teilweisen Ewigkeit, teilweisen Nichtewigkeit... Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit... die aalglatte Lehre erklären... die Lehre von der ursachenlosen Entstehung erklären... von einem Anfang des Daseins erklären... (von einem Ende des Daseins erklären)... von einer Wahrnehmung nach dem Tode erklären... von einer Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären... von einer weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären... von der Vernichtung erklären... vom Nibbana in diesem Leben erklären... von einem Ende des Daseins erklären... von einem Anfang des Daseins und einem Ende des Daseins, von einem Anfang und Ende des Daseins erklären, die über den Anfang und das Ende nachdenken, sie bekennen sich bezüglich des Anfangs und des Endes des Daseins zu verschiedenen Überzeugungen aus zweiundsechzig Gründen, es ist unmöglich, dass diese Lehre außer durch Berührung empfunden werden kann.

71. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von der Ewigkeit erklären, und das Selbst und die Welt als ewig erklären, tun dies aus vier Gründen... von der teilweisen Ewigkeit, teilweisen Nichtewigkeit erklären... von der Endlichkeit beziehungsweise Unendlichkeit erklären... die aalglatte Lehre erklären... von der ursachenlosen Entstehung erklären... von einem Anfang des Daseins erklären... (von einem Ende des Daseins erklären)... von einer Wahrnehmung nach dem Tode erklären... von einer Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären... von einer weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung nach dem Tode erklären... von der Vernichtung erklären... vom Nibbana in diesem Leben erklären... von einem Ende des Daseins erklären... von einem Anfang des Daseins und einem Ende des Daseins, von einem Anfang und Ende des Daseins erklären, denken über den Anfang und das Ende nach, sie bekennen sich bezüglich des Anfangs und des Endes des Daseins zu verschiedenen Über-zeugungen aus zweiundsechzig Gründen. Alle diese (Lehren) empfindet man (sinnlich) durch die ständig sich wiederholende Berührung der sechs Berührungsorgane [26]. Bedingt durch diese Empfindung entsteht Durst. Bedingt durch Durst entsteht Ergreifen. Bedingt durch Ergreifen entsteht Werden. Bedingt durch Werden entsteht Geburt. Bedingt durch Geburt entsteht Alter, Tod, Kummer, Jammer, körperliche und geistige Pein, Verzweiflung. Wenn ein Mönch, ihr Mönche, das Entstehen, das Vergehen, die Annehmlichkeit, den Nachteil und das Entkommen aus den sechs Berührungsorganen der Wahrheit gemäß erkannt hat, von all den (Lehren) erkennt er diese als die Höchste.

72. Diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von einem Anfang des Daseins und einem Ende des Daseins, von einem Anfang und Ende des Daseins erklären, die über den Anfang und das Ende nachdenken, sich bezüglich des Anfangs und des Endes des Daseins zu verschiedenen Überzeugungen bekennen, alle diejenigen sind aus diesen zweiundsechzig Gründen im Netz gefangen. Wenn sie dort hochstreben, so streben sie doch nur darin hoch, wenn sie dort hochstreben, so streben sie doch nur im Netz gefangen hoch. Genauso, ihr Mönche, wie ein Fischer oder ein Fischergehilfe ein feinmaschiges Netz über einen kleinen Teich auswerfen würde, so wüsste er: 'Was auch immer in diesem Teich an größeren Lebewesen ist, alle diese sind in dem Netz gefangen, wenn sie dort hochstreben, so streben sie doch nur darin hoch, wenn sie dort hochstreben, so streben sie doch nur im Netz gefangen hoch.' Genauso, sind diejenigen Asketen und Brahmanen, ihr Mönche, die die Lehre von einem Anfang des Daseins und einem Ende des Daseins, von einem Anfang und Ende des Daseins erklären, die über den Anfang und das Ende nachdenken, die sich bezüglich des Anfangs und des Endes des Daseins zu verschiedenen Über-zeugungen bekennen, aus diesen zweiundsechzig Gründen, im Netz gefangen, wenn sie dort hochstreben, so streben sie doch nur darin hoch, wenn sie dort hochstreben, so streben sie doch nur im Netz gefangen hoch.

73. Der Körper des Vollendeten, ihr Mönche, ist abgeschnitten von dem, was zum Werden führt. Solange der Körper besteht, sehen ihn die Götter und die Menschen. Wenn der Körper zerbricht, nach dem Lebensende, sehen ihn die Götter und die Menschen nicht. Genauso, ihr Mönche, wie bei einem Mangobüschel, der am Stiel abgeschnitten wird, alle diejenigen Mangofrüchte, die an diesem Stiel hängen, ihm folgen müssen, genauso, ihr Mönche, ist der Körper des Vollendeten von dem, was zum Werden führt, abgeschnitten. Solange der Körper besteht, sehen ihn die Götter und die Menschen. Wenn der Körper zerbricht, nach dem Lebensende, sehen ihn die Götter und die Menschen nicht."

74. Nachdem dies gesagt wurde, sagte der ehrwürdige Ānanda dem Erhabenen Folgendes: "Großartig ist dies, Verehrungswürdiger, erstaunlich. Wie heißt diese Lehrrede?" - "Alsdann, Ānanda, behalte diese Lehrrede als Netz der Heilslehren, als Netz der Wahrheiten, als Netz des Brahma, als Netz der Ansichten, als unübertroffenen Sieg im Kampfe." So sprach der Erhabene. Erfreut nahmen die Mönche die Belehrung des Erhabenen an. Als diese Darlegung gegeben wurde, erbebten tausend Weltsphären.

Die Lehrrede Brahmajāla ist beendet.


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[1] Statt Diener und Dienerinnen können auch Sklaven gemeint sein.
[2] etwa indem Sie Bambus oder Zuckerrohr Abschnitte, die sich dann weiterentwickeln, zerstören.
[3] In der indischen Musik wird von den Musikern zum Gesang rhythmisch in die Hände geklatscht.
[4] diese Übersetzung folgt Buddhaghosa, ansonsten siehe die umfangreiche Anmerkung in der DN bei Franke.
[5] diese Übersetzung ist sehr unsicher. Siehe auch Fußnote in DN bei Franke.
[6] bei der folgenden Aufzählung der Spiele sind wir im Großen und Ganzen der Übersetzung von Franke gefolgt.
[7] in Norddeutschland: Kippel-kappel
[8] lt. Kommentar, eigentlich auch ein Würfelspiel.
[9] wörtlich: ich habe es getroffen (sahitam).
[10] lapaka = für Geld und Ruhm heilige Worte sprechen.
[11] Die durch Vergnügungen zu Schaden kommenden Götter.
[12] das Genießen bezieht sich hier speziell auf sexuellen Genuss.
[13] Götter die durch ihre Gedanken zu Schaden kommen.
[14] parivatuma, kann auch kreisförmig bedeuten.
[15] Pāli: para loka = andere Welt
[16] d.h. ohne Eltern - z.B. in den Götterbereichen
[17] auch hier und im nachfolgenden ist die Vierheit: ist, ist nicht, ist und ist nicht, weder ist noch ist nicht zu wiederholen
[18] Pāli: asaññā-sattā
[19] Eine weitere Möglichkeit der Übersetzung wäre: denken über die Vergangenheit nach.
[20] Auch hier wäre eine Möglichkeit der Übersetzung: denken über die Zukunft nach.
[21] Wörtlich: Widerstand
[22] Nibbana im Sinne von: Ziel. Für diese Lehrer liegt das Ziel noch im Sinnenbereich.
[23] Im Text der PTS fehlt die Nr. 31.
[24] Fehlt in der PTS Ausgabe.
[25] Berührung führt bei Nichtvollendeten zu einer nur fragmentarischen Wahrnehmung.
[26] d.h. der sechs Sinnesorgane.


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