'Formation', Karmaformation, Gestaltung, Bildung, geistiges Gestalten.
Das in karmischer Willenstätigkeit bestehende Gestalten.
Es gibt karmisch heilsame (kusala), und unheilsame (akusala)
Karmaformationen in Werken (kāya-sankhāra), Worten (vacī-sankhāra)
und in Gedanken (citta-sankhāra).
Karmaformation bezeichnet sowohl:
- die Tätigkeit des Gestaltens als auch
- den passiven Zustand des Gestaltetseins, das Gestaltete, das Gebilde.
- Als 2. Glied des paticcasamuppāda
ist sankhāra das in karmischer Willenstätigkeit (kamma-cetanā)
bestehende Gestalten, wofür ich den Ausdruck 'Karmaformation' geprägt habe.
Es gibt karmisch heilsame (kusala), und unheilsame (akusala)
Karmaformationen in Werken (kāya-sankhāra), Worten (vacī-sankhāra)
und in Gedanken (citta-sankhāra). Vgl. indessen
puñña.
- Die drei Begriffe kāya-sankhāra, vacī-sankhāra und
citta-sankhāra werden häufig auch in anderem Sinne gebraucht, nämlich
als 'körperliche Funktion' d.i. Ein- und Ausatmung; 'sprachliche Funktion',
d.i. Gedankenfassung und Diskursives Denken (vitakka, vicāra);
'geistige Funktion', d.i. Gefühl, Wahrnehmung usw. Vgl.
M. 44 u. a.
- sankhāra bezeichnet auch die 4. Daseinsgruppe, die 'Gruppe der
Geistesformationen' (sankhāra-kkhandha), siehe
khandha.
- sankhāra, im Sinne von 'Gestaltetem' (sankhata), oder
Gebilde, umfaßt alle entstandenen Daseinsgebilde überhaupt. Dieser Begriff
ist aber immerhin noch in dem weiteren Begriff 'dhamma' (Ding,
Denkobjekt) eingeschlossen, denn dhamma
umfaßt selbst das Unentstandene (Nirwahn).
