Vinaya-Piṭaka I

MAHĀVAGGA

Die große Gruppe aus der Sammlung der buddhistischen Ordensregeln

Buch I der sechsbändigen Ausgabe des gesamten Vinaya-Piṭaka
© 2017 Santuṭṭho Bhikkhu
ISBN 978-3-00-056266-2

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Die hier gezeigten Texte sind vom Übersetzer und Autor Santuttho Bhikkhu ausschließlich der Webseite palikanon.com kostenlos zur Verfügung gestellt worden. Alle Leser verpflichten sich das Urheberrecht zu achten.

Dieses Buch (nur im Set) ist auf der Webseite: Satinanda erhältlich.


Und würde auch die Lehre selber und gleicherweise der Abhidhamma vergessen werden –
solange der Vinaya nicht verloren geht, bleibt die Lehre bestehen. Mvg 131

Sehr nützlich Ordensregeln sind,
den Integren bring’ sie Glück,
auch übles Wünschen wird gehemmt,
das Pflichtbewusstsein wird gestärkt. Mvg 131

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungen

Hinweise zum Mahāvagga

Vorwort zum Mahāvagga

I. Der große Abschnitt

1. Kapitel

1. Die Erzählung von der Erleuchtung

2. Die Erzählung vom Ziegenhirt

3. Die Erzählung von Mucalinda

4. Die Erzählung vom "Fürstensitz"

5. Die Erzählung von Brahmas Bitte

6. Die ersten fünf Mönche

[Die Rede, die das Rad der Lehre in Gang setzte]

[Die Rede vom Merkmal der Seelenlosigkeit]

2. Kapitel

7. Die Erzählung vom Hinausziehen [des Yasa]

Die Ordination von vier Laien

Die Ordination der Fünfzig

8. Die Erzählung von Māra

9. Ausführung von Ordination und Hochordination

10. Die zweite Erzählung von Māra

11. Die Sache mit dem Freundeskreis

3. Kapitel

12. Die Wunder von Uruvelā

Das erste Wunder

Das zweite Wunder

Das dritte Wunder

Das vierte Wunder

Das fünfte Wunder

[Die Rede über das Brennen]

4. Kapitel

13. Die Zusammenkunft mit Bimbisāra

14. Das Hinausziehen von Sāriputta und Moggallāna

Das Hinausziehen der Hochgeschätzten

5. Kapitel

15. Die Unterweiser-Angelegenheit

16. Die Auszubildenden-Angelegenheit

17. Das Entlassenwerden

Die Hochordination

6. Kapitel

18. Die Lehrer-Angelegenheit

19. Die Schüler-Angelegenheit

7. Kapitel

20. Die Entlassung und die Bitte um Verzeihung

21. Der Abschnitt von den Ungebildeten und Unwissenden

22. Aufhören der Anleitungszeit

23. Pentaden für die Hochordination

24. Sextaden für die Hochordination

25. Über die ehemals Andersgläubigen

8. Kapitel

26. Die fünf Krankheiten

27. Die Soldaten des Fürsten

28. Der Räuber Aṅgulimāla

29. Der ausgebrochene Dieb

30. Der gesuchte Dieb

31. Der Ausgepeitschte

32. Der Gebrandmarkte

33. Der Schuldner

34. Der Sklave

35. Der kahlköpfige Schmied

36. Upāli, der Knabe

37. Die Ruhr

38. Kaṇṭaka

39. Unbegehbar

40. Abhängigkeitsverstärkung

9. Kapitel

41. Rāhula

42. Übungsregeln

43. Das Bestrafen

44. Ungefragt ausgesperrt

45. Abspenstigmachen

46. Der Novize Kaṇṭaka

47. Der Eunuch

48. Heimlich mitlebend

49. Tierbegängnis

50. Muttermörder

51. Vatermörder

52. Heiligenmörder

53. Nonnenschänder

54. Der Hermaphrodit

55. Ohne Unterweiser

56. Ohne Almosenschale

57. In zweiunddreißig Fällen nicht zu ordinieren

10. Kapitel

58. Abhängigkeit von Unzulänglichen

59. Anleitung während des Wanderns

60. Verkünden des Familiennamens

61. Zwei Anwärter zur Hochordination

62. Hochordination mit zwanzig Jahren

63. Vorschrift zur Hochordination

64. Die vier Bedarfsgegenstände

65. Vier Dinge sind nicht zu tun

66. Vergehen nicht einsehen und vorübergehend suspendiert

67. Zusammenfassung

II. Der Uposatha-Abschnitt

1. Kapitel

68. Versammlungsanweisung

69. Die Rezitation des Pātimokkha

70. Die Erzählung von Mahākappina

71. Grenzbestimmungen

72. Das Uposathagebäude

73. Bestimmung der Größe zu Uposatha

74. Außerhalb der Grenzen nicht getrennt sein

75. Grenzen aufheben

76. Dorfgrenzen

77. Uposatha Zwiespalt

78. Pātimokkha-Rezitation in Kürze

79. Fragen zum Regelwerk

80. Antworten zum Regelwerk

81. Beschuldigungen

82. Protest gegen ungesetzliche Akte

2. Kapitel

83. Die Pātimokkharezitation erbitten

84. Halbmonate zählen lernen

85. Voraufgaben

86. Woanders hingehen

87. Reinheit geben

88. Zustimmung geben

89. Von Verwandten festgehalten

90. Definition von Verrücktheit

91. Erklärungen von Ordens-Uposatha

92. Das Verfahren bei Vergehen

93. Ein Vergehen offenbar machen

94. Verfahren bei gleichartigen Vergehen

3. Kapitel

95. Fünfzehn Nichtvergehen

96. Fünfzehn Fälle mit vollständig oder unvollständig

97. Fünfzehn Fälle von Unsicherheit

98. Fünfzehn Fälle von Gewissensunruhe

99. Fünfzehn Fälle von Schisma-Risiko

100. Wiederholungen mit Begrenzungseintreten

101. Anzeichen zu sehen

102. Uposatha mit Getrenntlebenden

103. Nicht gehen sollen

104. Gehen sollen

105. Vermeiden von Personen

106. Zusammenfassung

III. Der Regenzeit-Abschnitt

1. Kapitel

107. Regenzeitanweisungen

108. Regenzeit-Antritt und Verweigerung

109. Die Sieben-Tage-Anweisung

110. In fünf Fällen auch ungerufen

111. Unaufgefordert

112. Aufgefordert

2. Kapitel

113. Regenzeitabbruch wegen Widrigkeiten

114. Regenzeitabbruch wegen Ordensspaltung

115. Regenzeit im Stall antreten

116. Zur Regenzeit ungeeignete Plätze

117. Unrechtmäßig

118. Versprechen als Dukkaṭa-Vergehen

119. Zusammenfassung

IV. Der Pavāraṇā-Abschnitt

1. Kapitel

120. Unangenehmes Verweilen

121. Pavāraṇā-Zweifel

122. Pavāraṇā-Geben

123. Verwandte hindern

124. Erklärungen von Ordens-Pavāraṇā

125. Verfahren bei Vergehen

126. Ein Vergehen offenbaren

127. Verfahren bei gleichartigen Vergehen

2. Kapitel

128. Fünfzehn Nichtvergehen

129. Vollständige oder unvollständige Gruppe

130. Fünfzehn Fälle von Unsicherheit

131. Fünfzehn Gewissensunruhefälle

132. Fünfzehn Fälle von Schisma-Risiko

133. Wiederholung mit Begrenzungseintreten

134. Den ganzen Tag

135. Anzeichen zu sehen

136. Pavāraṇā mit Getrenntlebenden

137. Nicht gehen sollen

138. Gehen sollen

139. Vermeiden von Personen

3. Kapitel

140. Zweifaches Aussprechen

141. Pavāraṇā-Bestimmungen

142. Thullaccaya-Durchführung

143. Den Sachverhalt festlegen

144. Streitfälle

145. Pavāraṇā-Aufschub

146. Zusammenfassung

V. Der Leder-Abschnitt

147. Soṇa Koḷivisa

Das Hinausziehen des Soṇa

148. Ablehnung doppellagiger Sandalen

149. Ablehnung völlig grüner

150. Gebrauchte viellagige Sandalen

151. Im Kloster Sandalen ablehnen

152. Holzschuhe ablehnen

153. Fahrzeuge ablehnen

154. Hohe und großartige Lager

155. Alle Felle ablehnen

156. Haushälter-Erlaubnis

157. Soṇa Kuṭikaṇṇa

158. Mahākaccāna äußert fünf Wünsche

159. Zusammenfassung

VI. Der Medizin-Abschnitt

1. Kapitel

160. Fünf Arzneien

161. Wurzeln als Medizin

162. Pilindavaccha

2. Kapitel

163. Zucker-Vorschriften

164. Innen Zubereitetes ablehnen

165. Genommenes annehmen

166. Annahme-Anweisungen

167. Operationen ablehnen

168. Menschenfleisch ablehnen

169. Elefantenfleisch ablehnen

3. Kapitel

170. Die Erlaubnis für Reisschleim und Honigbällchen

171. Neu Vertrauen und große Menge

172. Belaṭṭha Kaccāna

173. Pāṭaligāma

174. Sunidha und Vassakāra

175. Die Wahrheit in Koṭigāma

176. Ambapālī

177. Licchavier

4. Kapitel

178. General Sīha

179. Lagerhaus-Anweisungen

5. Kapitel

180. Meṇḍaka der Hausherr

181. Fünf Kuhmilch-Anweisungen

182. Keṇiya der Flechtenasket

183. Roja der Mallier

184. Der im Alter Ordinierte

185. Vier große Anweisungen

186. Zusammenfassung

VII. Der Kathina-Abschnitt

187. Kathina-Anweisungen

188. In sieben Fällen genommen

189. In sieben Fällen mitgenommen

190. In sechs Fällen genommen

191. In sechs Fällen mitgenommen

192. In fünfzehn Fällen genommen

193. In fünfzehn Fällen mitgenommen

194. In fünfzehn Fällen unfertig mitgenommen

195. In zwölf Fällen [unerfüllter] Erwartung

196. In zwölf Fällen mit [erfüllter] Erwartung

197. In zwölf Fällen etwas zu tun

198. In neun Fällen fortgegangen

199. Fünf Fälle von angenehm lebend

200. Hindernis und Nichthindernis

201. Zusammenfassung

VIII. Der Roben-Abschnitt

1. Kapitel

202. Jīvaka

203. Die Frau des Kaufmanns

204. Fürst Bimbisāra

205. Der Kaufmann aus Rājagaha

206. Der Sohn des Kaufmanns

207. Fürst Pajjota

208. Siveyya-Stoffe

209. Insgesamt dreißig Mal abführen

210. Bitte um einen Gefallen

2. Kapitel

211. Wolldecken erlaubt

212. Lumpen suchen

213. Robenempfänger bestimmen

214. Der Lagerraum

215. Das Färben der Roben

216. Erlaubnis zusammengestückelter Roben

217. Erlaubnis dreier Roben

218. Überzählige Roben

219. Visākhā

3. Kapitel

220. Sitzunterlagen erlaubt

221. Die Überlassung von Roben

222. Dem Orden gegebene Roben

223. Upananda Sakyaputta

224. Krankenpflege

225. Eigentum Verstorbener

226. Nacktheit

227. Ablehnung von Gras und Borke

228. Ablehnung völlig grüner

229. Trotz Regenzeit keine Roben bekommen

230. Roben bei geteiltem Orden

231. Schlecht und gut genommen

232. Acht Arten Roben [zu erhalten]

233. Zusammenfassung

IX. Der Campā-Abschnitt

1. Kapitel

234. Der Mönch Kassapagotta

235. Nicht vorschriftsmäßig

236. Verfahren mit fehlerhafter Erklärung

237. Ausführung in Vierergruppen

Vierergruppe

Fünfergruppe

Zehnergruppe

Zwanzigergruppe

238. Das Getrenntwohnen

239. Zwei zu unterwerfen

2. Kapitel

240. Nicht vorschriftsmäßige (Ordens-)Verfahren

241. Die Fragen des Upāli

3. Kapitel

242. Das Verwarnungsverfahren

243. Das Unterwerfungs-Verfahren

244. Das Verbannungs-Verfahren

245. Das Versöhnungs-Verfahren

246. Suspendierung bei Uneinsichtigkeit

247. Suspendierung bei Nichtwiedergutmachung

248. Suspendierung bei Nichtaufgeben

249. Aufhebung der Verwarnung

250. Aufhebung der Unterwerfung

251. Aufhebung der Verbannung

252. Aufhebung des Verzeihungerbittens

253. Aufhebung der Suspendierung bei Uneinsichtigkeit

254. Aufhebung der Suspendierung wegen Nichtwiedergutmachens

255. Aufhebung der Suspendierung wegen Nichtaufgebens

256. Das umstrittene Verwarnungsverfahren

257. Das umstrittene Unterwerfungs-Verfahren

258. Das umstrittene Verbannungs-Verfahren

259. Das umstrittene Versöhnungs-Verfahren

260. Die umstrittene Suspendierung bei Uneinsichtigkeit

261. Die umstrittene Suspendierung bei Nichtwiedergutmachung

262. Die umstrittene Suspendierung bei Nichtaufgeben

263. Die umstrittene Aufhebung der Verwarnung

264. Die umstrittene Aufhebung der Unterwerfung

265. Die umstrittene Aufhebung der Verbannung

266. Die umstrittene Aufhebung des Verzeihungerbittens

267. Die umstrittene Aufhebung der S. bei Uneinsichtigkeit

268. Die umstrittene Aufhebung der S. bei Nichtwiedergutmachung

269. Die umstrittene Aufhebung der S. bei Nichtaufgeben

270. Zusammenfassung

X. Der Kosambi-Abschnitt

1. Kapitel

271. Der Streit von Kosambi

272. Dīghāvu

2. Kapitel

273. Der Gang nach Bālakaloṇakāra

274. Der Gang nach Pācīnavaṃsadāya

275. Der Gang nach Pālileyyaka

276. Achtzehn Sachverhalte

277. Die Vorschrift zur Rehabilitation

278. Ordens-Eintracht

279. Upāli's Fragen zur Ordens-Eintracht

280. Zusammenfassung

Register

Pāli-Begriffe

deutsche Begriffe

ergänzende Begriffe

Zeitangaben

Längenangaben

Mengenangaben

Gewichte

Geld

 

Ältere Teil-Übersetzungen des Pātimokkha (nicht kanonisch):


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Abkürzungen

... = Auslassung von Textwiederholung
AN = Aṅguttara Nikāya
BMC = Buddhist Monastic Code (Buch I oder II)
CPD = Critical Pali Dictionary
CSTP = Chattha Saṅgāyana Tipiṭaka Pāli (Version 4.0)
Cvg = Cullavagga (des Vinaya)
Dhp = Dhammapada
DN = Dīgha-Nikāya
D/O = Davids, Oldenberg (Sacred Books of the East)
DPPN = Dictionary of Pāli Proper Names
Dhp = Dhammapada
FOI = Flowers of India (Website)
GeoD = Geographical Dictionary
IBH = I.B. Horner (engl. Übersetzung, PTS)
Ja = Jātaka
Kkh = Kaṅkhāvitaraṇī (Vinayakommentar)
MN = Majjhima Nikāya
M/T = Übersetzung von Maitrimurti/Trätow
Mvg = Mahāvagga (des Vinaya)
Mz = Mehrzahl
Nis = Nisaggiya-Pācittiya (Vergehenskategorie)
Pāc = Pācittiya (Vergehenskategorie)
Pāt = Pātimokkha (übers. v. Ñāṇadassana)
Pār = Pārājikā (Vergehenskategorie)
PTS = Pali Text Society
PTSD = Pali-English Dictionary (PTS)
Pp = Puggala-Paññatti
Sd = Saṅghādisesā (Vergehenskategorie)
skr = Sanskrit
Sp = Samantapāsādikā (Vinayakommentar)
SN = Saṃyutta-Nikāya
Vin = Vinaya (-Piṭaka)
Vism = Visuddhimagga
WPD = Wörterbuch Pāli-Deutsch
Wtb = Wörterbuch

weitere Abkürzungen ergeben sich aus dem Textzusammenhang

Hinweise zum Mahāvagga

Die Worte in Klammern stehen nicht im Urtext. Sie wurden aus Gründen der besseren Verständlichkeit von zumeist doppeldeutigen Worten ergänzt. In runden Klammern – (...) – bedeuten diese Hinzufügungen eine exaktere Begriffsdefinition bzw. Ausdrucksweise. In eckigen Klammern – [...] – bedeuten sie eine Ergänzung zum Satzbau bzw. zur Ausdrucksweise, die vom Übersetzer eingefügt wurde. Als Beispiel sei hier diṭṭhi  genannt, was üblicherweise ganz allgemein „Ansicht“ bedeutet, aber je nach Kontext auch „falsche Ansicht“ – es sei denn, es steht dabei, um was für eine Ansicht es sich handelt (micchā = falsche; pāpikā = üble).

Im Pāli-Text finden sich einige Standard-Formeln, welche aus Gründen der Les­barkeit in der Übersetzung modifiziert wurden:

atha kho  (Da nun ... )ist der am häufigsten gebräuchliche Satzanfang und wurde wiedergegeben mit „Da nun ...“, „Dann ...“ usw.

tena kho pana samayena  (Da nun, zu dieser Gelegenheit ...) ist der zweithäufigste Satzbeginn und wurde wiedergegeben mit „Zu oder Bei dieser Gelegenheit“, „Zu dieser Zeit“, „Damals“, „Damals nun“ usw.

bhikkhave  (ihr Mönche) ist ein so genannter „Magadhismus“, also eine besondere grammatikalische Ausdrucksweise und wurde einige Male aus Gründen der flüssigeren Lesbarkeit weggelassen, vor allem, wenn es in fast jedem weiteren Satz wiederholt wurde.

etad ahosi  (dies kam [in] ihm [auf]) ist nicht wörtlich übertragbar, weil nicht klar gesagt wird, WAS da aufkommt – nämlich ein Gedanke. Diese Phrase wurde übersetzt mit „dachte er [sich]“ oder „kam ihm der Gedanke“.

idha pana  (in diesem Fall) wurde so belassen oder mit „wenn“, „im Falle“ oder „es kann sein, dass“ übersetzt, um den Eindruck zu mildern, der Text sei eine Anhäufung bloßer Phrasen.

Zu moghapurisa  („Blödmann“), einer Bezeichnung, die der Meister höchstselbst (und sonst kein anderer!) für Mönche, die sich vergangen haben, verwendete, siehe Note 114. Um diesen „Kraftausdruck“ zu mildern, denn den allermeisten Men­schen, die sich ein Bild vom (historischen) Buddha gemacht haben als ein Wesen, dass die Zehn Vollkommenheiten (pāramitā) perfektioniert hatte und somit als Verkörperung des Mitgefühls bezeichnet wird, passt die wörtliche Übersetzung nicht so recht. Daher wurde dieses Wort mit „törichter Mensch“ wiedergegeben. Immerhin erscheint dieser Begriff bei 22 Gelegenheiten im Text.

ekamantaṃ nisīdi  (an einer Seite setzte er sich nieder) bedeutet, dass eine uralte Anstandsregel befolgt wurde, nämlich dass sich in respektvoller Entfernung hin­gesetzt wurde, meist, nachdem man den Erhabenen verehrt hatte (abhivādetvā). Dabei wurde streng darauf geachtet, dass die Füße (die Fußsohlen) nicht in Richtung des Verehrten zeigen, was eine große Respektlosigkeit wäre.

Auch ist der Satzbau bzw. die Textfassung ausgelegt für das Auswendiglernen, wie ja auch aus den Kapitelüberschriften (siehe nächster Absatz) hervorgeht. Im Urtext wird sehr oft die Tätigkeit vom vorherigen (Teil-)Satz wiederholt, z.B. „... tenupasaṅkami, upasaṅkamitvā ...“ („ging er da hin, und nachdem er da hingegangen war ...“). Diese Wiederholungen (Endung -tvā  „nachdem ... gemacht hatte“) wurden aus Gründen der Lesbarkeit viele Male weggelassen.

Nicht alle Kapitel tragen den Zusatz „zum Auswendiglernen“ (bhāṇavāro). Die Abschnitte 1 bis 4 sind alle zum Auswendiglernen; der 5. Abschnitt hat gar keine Unterteilung in Kapitel; in Abschnitt 6 sind die ersten drei Kapitel zum Aus­wendiglernen, die beiden anderen nicht; in Abschnitt 7 gibt es wiederum keine Kapitel; in Abschnitt 8 sind die Kapitel 1 und 2 zum Auswendiglernen, aber Kapitel 3 nicht; das Gleiche ist in Abschnitt 9 der Fall; in Abschnitt 10 gibt es die Besonderheit, dass der 1. auswendig zu lernende Teil nach § 463 endet anstatt nach 464, wo auch das Ende des Kapitels benannt wird. Diese Besonderheit wurde nicht übernommen, sondern angepasst, was allerdings keinerlei Einfluss auf den Inhalt hat. Des weiteren hat das 2. und letzte Kapitel in Abschnitt 10 nicht den Zusatz „zum Auswendiglernen“.

Seit der 2. Auflage wurde ausschließlich auf das Pāli-Deutsch-Wörterbuch „Nighaṇḍu“ des Autors zurückgegriffen, was sich deutlich in den Anmerkungen (Endnoten) widerspiegelt. Diese wörtlichen Zitate sind nur dann besonders ge­kennzeichnet („WPD“), wenn weitere Varianten gezeigt werden.

Auf die hundertprozentige Genauigkeit dieser Übersetzung kann auch hier kein Eid abgelegt werden, da der Verfasser kein studierter Indologe, respektive Philo­loge ist. Dennoch kann mit reinem Gewissen behauptet werden, dass es die (momentan) beste vollständige Übersetzung ins Deutsche ist. Anhand der Menge der Anmerkungen ist ersichtlich, dass der Text nicht problemlos zu übersetzen war. Das liegt unter anderem begründet in der Differenz der indischen zur euro­päischen Kultur, dann an den zweieinhalbtausend Jahren Zeitunterschied, des weiteren an der Mehrdeutigkeit verschiedener Worte bzw. Fachbegriffe. Und nicht zuletzt muss erwähnt werden, dass die Tradition Segen als auch Fluch zugleich ist, denn einerseits wurde „Wort-für-Wort“ überliefert, aber andererseits haben sich diverse Fehler einschleichen können, sowohl in der mündlichen – wie aus dem Kinderspiel „stille Post“ bekannt – als auch in der schriftlichen Tradition. Der Grund hierfür dürfte sein, dass das bloße Auswendiglernen der Texte ohne darüber nachzudenken, also ohne dass man sich gleichzeitig auch den Sinn vor Augen führt, eben jene, hier „Ungereimtheiten“ genannte Fehler hervorbringt.

Die eingefügten Abbildungen sind mit Quellenangaben versehen. Bei Bildern von Ausstellungsstücken wird zumindest das Museum genannt. Die Bilder stammen von verschiedenen Autoren bzw. sind Abbildungen, die aus diversen Ausstel­lungskatalogen zur Veranschaulichung zitiert werden. Die Fotos der historischen Stätten sind zumeist vom Verfasser selbst. Das Kartenmaterial stammt zum größten Teil aus den Arbeiten des Autors selber. Andere wurden für dieses Buch überarbeitet und die Quellen genannt. Einige Bilder stammen aufgrund der Recherchen aus dem Internet. Hier werden die entsprechenden Seiten und sofern ermittelbar, auch der Autor genannt.

Ganz im Vordergrund steht, dass diese ganze Arbeit nicht aus kommerziellen Beweggründen angefertigt wurde, sondern weil der Verfasser selber um Verständ­nis und Klarheit in Sachen Vinaya (Ordensregeln) bemüht ist. Hierzu wird auch auf dessen andere Werke verwiesen.

Vorwort zum Mahāvagga

Der Vinaya-Piṭaka wird als „Korb der Ordensregeln“ bei der Aufzählung des Ti-Piṭaka (Drei-Korb) als erster genannt. Man unterteilt diesen logischerweise wie folgt:

I. Mahā-Vagga (große Gruppe)

II. Culla-Vagga (auch Cūlavagga; kleine Gruppe)

III. Sutta Vibhaṅga (Lehrreden-Einteilung)

    a)   Bhikkhu-Vibhaṅga (Einteilung für Mönche)

    b)   Bhikkhuṇī-Vibhaṅga (Einteilung für Nonnen)

IV. Parivāra (wtl „Drumherum“, eine Art Index)

Der Mahāvagga des Vinayapiṭaka ist, auch wenn man es chronologisch betrachtet, das erste Buch aus der Sammlung der Ordensregeln. Es enthält allerdings nicht nur einen Großteil des Regelwerkes und die Hintergründe, die zu dessem Ent­stehen führten, sondern auch sehr wichtige Texte, die sich auf den Begründer der buddhistischen Lehre, also auf den Buddha selber beziehen. So zum Beispiel die Passagen, die vom noch unerwachten Siddhārtha Gotama berichten, wie er zu seiner befreienden Erkenntnis kam, seine ersten und sicherlich auch äußerst wich­tigen Lehrreden, zum Beispiel die Rede mit der er „das Rad der Lehre in Gang setzte“, die Rede über das Brennen und die Rede über das Merkmal der „Unbe­seeltheit“. Aber auch die Texte, wie er seine ersten Anhänger bekam und welche davon als erste Schüler von ihm ordiniert wurden, bieten dem interessierten Leser eine Menge historischer Informationen. Im weiteren Verlauf des Buches wird im Grunde genommen fast die gesamte Geschichte des buddhistischen Mönchsordens eben von der Erwachung des Buddha über die zuerst Ordinierten an, einschließlich der Entstehung der Ordensregeln mit den dazu gehörenden Umständen, bis hin zum Streit von Kosambi geschildert. Für diejenigen, die sich ernstlich mit den Lehren des Buddhismus befassen möchten, ein Standardwerk. Für solche aber, die sich mit dem Gedanken an eine Ordination tragen, eine Pflichtlektüre, sozusagen ein Muss. Denn erst wenn man sich mit der Entstehung eben jener Regeln befasst, versteht man auch deren Sinn und nicht zuletzt deren Nutzen. Vom bloßen Befol­gen der für die Mönche geltenden 227 (Nonnen 311, Sāmaṇera und Sāmaṇerī 10 plus 75 Übungsregeln) kommt nur in den seltensten Fällen Akzeptanz und der innere Antrieb zustande, diese auch freiwillig einzuhalten.

Auch diese Übersetzung trägt auf irgendeine Weise den Stempel des Verfassers. Das hier vorliegende Buch basiert natürlich auf der Ausgabe, die 2012 im Verlag Kristkeitz veröffentlicht wurde. Nachdem sich bei den Übersetzungsarbeiten der anderen vier Bücher des Vinaya-Piṭaka weitere Verbesserungen abzeichneten, wurde eine vollständige Ausgabe des Vinaya realisierbar. Da es so schwer ist einen Perfektionisten zufrieden zu stellen, muss deshalb auch hier zu dieser Arbeit ganz deutlich gesagt werden: sie ist noch immer nicht ganz perfekt. Auch wenn sich ganze Textpassagen nun mittlerweile mit den erforderlichen als auch ergänzenden Zwischenüberschriften nahtlos aneinander fügen, sich viele weitere zusätzliche Informationen und Anmerkungen in den Endnoten finden – es wird immer wieder Hinweise geben, die in späteren eventuellen Auflagen berücksich­tigt werden. Mit Hilfe zeitraubender Recherchen im Internet und dank weiterer Bücher und Lexika konnten die meisten, im Pāli nur als Namen erscheinenden Begriffe geklärt werden.

Die Verszählung folgt auch in dieser Übersetzung dem Pālitext der Chaṭṭha Saṅgāyana Tipiṭaka Ausgabe. Auch hier wurde wieder die Version 4.0 benutzt. Daraus ergeben sich so manche Unterschiede zur Ausgabe der Pali Text Society, deren Texte (in Pāli als auch in englischer Übersetzung) jedoch zu Referenz­zwecken herangezogen wurden. Was wiederum als unabdingbar erschien, war das vor dem eigentlichen Werk stehende Inhaltsverzeichnis. Aus den hier zu sehenden Überschriften und deren Anordnung kann man relativ einfach gewünschte Text­passagen finden. Auch ist der Mvg – gerade für den/die Ordinierten – ein wert­volles Hilfsmittel, um das Regelwerk bzw. deren Ursprung und die Folgen einer Missachtung zu verstehen. Aus dem Pāli nicht übersetzte Wörter erscheinen im Text kursiv. Namen wurden nur in erwähnenswerten Fällen übersetzt bzw. sinn­gemäß übertragen (nicht kursiv).

In diesem ersten Buch des Vinaya findet man reichlich Stoff für tiefschürfende Diskussionen, die dem am ursprünglichen Buddhismus Interessierten, der nur die überlieferten Lehrreden liest, zum größten Teil verborgen bleiben. Hier nur eine sehr kleine Auswahl:

Was waren wohl die tatsächlich ersten Worte des Buddha? Nämlich nicht die in Sārnāth gehaltene Rede an die fünf früheren Mitasketen, sondern: „Wenn bei einem Eifrigen, Meditierenden, Edlen, wirklich die Wahrheit entsteht, dann schwinden ihm die Zweifel alle, denn er erkennt, dass Phänomene Ursachen haben.“ Die erste Belehrung ist definitiv nicht in Sārnāth gehalten worden, son­dern noch in Uruvelā (Bodh-Gāya) und richtete sich an einen vorbeikommenden Brahmanen, der den Buddha fragte: „In welcher Hinsicht ist man Brahmane? Welche Eigenschaften zeichnen einen Brahmanen aus?“ und der Buddha antwor­tete: „Der Brahmane, der sich fernhält von unheilsamen Dingen, der nicht über­heblich, frei von Einflüssen, selbstbeherrscht ist, der höchste Weisheit erreichte, den Reinheitswandel beherrscht, wegen dieser Dinge nennt man einen Brahma­nen, Überheblichkeit hat er gar nicht. – Nirgends in der Welt.“

Höchst interessant auch, dass der Buddha unaufgefordert einen Lehrspruch vor­trug – zumal er eine Aussage enthält, die nur allzu gern von späteren Lehran­hängern ignoriert wird: „Alleinsein ist Glück beim Zufriedenen, der die gehörte Wahrheit erschaut. Glück ist Freisein von Bedrückung in der Welt und Selbst­beherrschung gegenüber Lebewesen. Glück ist Gierlosigkeit in der Welt, das Überwinden von Begierde. Die Beseitigung der ‘Ich-bin’-Einbildung ist höchstes Glück.“ Wissenswert auch die Tatsache, dass die ersten Anhänger des Buddha keine Mönche waren, sondern zwei Kaufleute. Des weiteren muss hier auch die Erkenntnis des Buddha angeführt werden, dass die von ihm erkannte Lehre tief­gründig sei, schwer ersichtlich, schwer zu verstehen, friedvoll, erhaben, sich nicht mit Logik beschäftigt, feinsinnig und nur den Weisen verständlich. Aber eine weitere Begebenheit sei hier aufgezeigt, nämlich dass der Buddha, nachdem er sich entschlossen hatte seine Lehre zu verkünden, zuerst einen Misserfolg erfuhr, denn der Angesprochene antwortete nur: „Möge es so sein!“ und ging einfach weiter. Und auch seine fünf früheren Mitasketen waren anfänglich nicht zu über­zeugen. Dass diese unangenehmen Begebenheiten ebenfalls mit überliefert wur­den, mag als Argument für die Authentizität des Textes gelten.

Wer in der Lage ist, die mitunter endlos erscheinenden Textwiederholungen zu erdulden, die den Umgang der Ordinierten untereinander regulieren sollen, der wird etliche hoch interessante Passagen genießen dürfen, die ein ziemlich gutes Bild von den damals herrschenden Verhältnissen zeichnen.

Es wurde großer Wert auf Sinn und Lesbarkeit des übersetzten Textes gelegt. Dennoch werden manche Passagen unverständlich bleiben, da sich deren Ver­ständnis erst aus dem historischen Kontext ergibt. Soweit möglich sind deshalb in den Endnoten Erklärungen hinzugefügt worden. Da der vorliegende Text eine Übersetzung ist, wurden die Überschriften, die sich im Urtext nach den ent­sprechenden Abschnitten befinden, vor diese gesetzt, wie es in Europa üblich ist. Dabei fiel auf, dass die früher als „Kapitel“ nummerierten Abschnitte im Pāli oft als „auswendig zu lernen“ bezeichnet werden (bhāṇavāro). Der Einfachheit halber wurde aber die Bezeichnung „Kapitel“ beibehalten.

Nach dem Mvg wurden die Anmerkungen (Endnoten) und das Register eingefügt, sodass jedes einzelne Vinaya-Buch seinen eigenen Abschnitt mit Anmerkungen und Register erhielt. Da die Bibliografie für alle fünf Vinaya-Bücher gilt, wurde sie im Anhang angeordnet. Ebenfalls im Anhang wurden weitere Texte bezüglich des Regelwerkes der buddhistischen Ordinierten untergebracht, sodass der/die Leser/in nun ein (all-)umfassendes Regelwerk in den Händen halten kann.

Santuṭṭho Bhikkhu, Māgha 2559 (2016)

Register

Buchstaben mit diakritischen Zeichen werden wie im lateinischen Alphabet zugeordnet.

Es werden die Vers-Nummern bzw. die der Anmerkungen angegeben.

Pāli-Begriffe

Abbhānāraha  Rehabilitation  66, 67, 193, 194, 388, 166, 390

Abbhantara  etwa 14 Meter  312

Abhaya  328, 330

Acaravipatti  Verlust rechten Verhaltens  237

Ācariya  Lehrer  66, 67

Aciravatī  252, 350

Aḍḍhayoga  Halbhaus  73, 141, 188, 343

Adhammakammapaṭikkosanādi  Protest gegen ein Verfahren  154

Adhikaraṇasamatha  Streitschlichtung  475

Ahivātakaroga  „Schlangenwindkrankheit“ (Ruhr)  100

Ajapāla  Ficus indica „Ziegenhirt“ Baum  4

Ākāsagotta  279

Akka(nāḷa)  Calotropis gigantea  Kronenblume (Strauch)  371, 1021

Āḷhaka  Menge  296

Āḷāra Kālāma  10

Āmalakī  Phyllantus emblica  Indische Stachelbeere  45, 263, 334

Amba  Mangifera indica  Mango(baum)  45

Ambapālī  288, 289, 326-327

Ambapalīvana  289

Amūḷhavinaya  Verfahren bei wieder Zurechnungsfähigkeit  1082

Ānanda  99, 100, 102, 103, 122, 257, 260, 261, 264, 274, 282, 286, 295, 301, 302, 336, 345, 347, 353, 354, 356, 362, 365, 469

Anāthapiṇḍika  105, 187, 471

Anāvasesa  nicht wieder gut zu machend  468

Andhakavindā  143, 282, 284, 311

Andhavana  (Blindenwald)  362, 994

Aṅga  43

Aṅgīrasa  39, 300

Aṅguttarāpa  299

Aniyata  Vergehen, bei welchem der Mönch befragt wird  150, 400

Aññāsi Koṇḍañña  17, 671

Anotatta  mythischer See im Himālaya  43

Antakā  33, 35

Antaravāsaka  Unterrobe, Hüfttuch  126, 345, 346, 348, 362

Anuruddha  466, 469

Apamāra  (Epilepsie)  88

Āpaṇa  300, 301

Āpatti  wtl „Fehlverhalten“, Sammelbegriff für „Vergehen, Übertretung“

Ārāma  Wohnstätte mit eher permanentem Charakter, die meist nach der dort vorherrschenden Baumart oder dem Stifter benannt, als auch vom Stifter unterhalten wurde und woraus sich das Kloster entwickelte  59

Ārāmika  Tempel- bzw. Klostergehilfe  270

Assaji  19, 60

Ativisā  Aconitum heterophyllum  Indisch Aties  263

Aṭṭhaka  300

Ātumā  303

Avantī(dakkhiṇā)  257, 258, 259

Āvāsa  Wohnstätte mit nicht permanentem Charakter (→ ārāma)

Āvāsakappa  getrenntes Abhalten des Uposatha  173 ff

Āvuso  Anrede „Freund“  12

Ayya  Anrede 1. für Nonnen „Ehrwürdige“; 2. „Ihr Herren“, „Ihr Edlen“  382

Bālakaloṇakāragāma  465

Bārāṇasi  → Benares

Belaṭṭha Kaccāna  284

Belaṭṭhasīsa  264, 354

Bhaddanta  Anrede „Ihr Ehrwürdigen“, „Ihr hohen Herren“  385

Bhaddamuttaka  Cyperus rotundus Nussgras, Kokosgras  263, 265

Bhaddavaggā  Bhaddier-Gruppe  36

Bhaddavatikā  Fürst Pajjoti’s Elefantenkuh  334

Bhaddiya  Mönch  19

Bhaddiya  Ort  251, 252, 296, 298, 299

Bhagu  300, 363, 465

Bhallika  6

Bhaṇḍukamma  zeremonielle Kopfrasur  87, 98

Bhaṅga  hanfenes Gewand  73, 339

Bhāradvāja  300

Bhikkhugatika  ein mit den Mönchen zusammen Lebender  199

Bhusāgāre  303

Bilaṅga  Embelia basaal  Malabar Embelie  263

Bimbisāra, Seniya  → Seniya Bimbisāra

Brahma  7-9, 16, 17, 42, 55, 284

Brahmadatta  458-463

Brahmakayika  17

Campā  242, 380-382

Candana  Santalum album  (weißer) Sandel  265

Cīvara  (gelbe)  Robe

Coca  Zimtrinde  300

Codanāvatthu  155, 156

Cuṇṇa  Seifenpulver  66

Dakkhiṇāgiri  102, 103, 345, 925

Daṇḍa-kamma  94, 95, 107

Devadatta  154

Digambara  „Luftgekleideter“, Nackter  370

Dīghāvū  459-463

Dīghīti  458-462

Doṇa  Menge  296

Dubbhāsita  schlechte Rede – Vergehenskategorie  237, 238

Dukkaṭa  wtl: „Übeltat“, schlecht Getanes (Verhalten) – Vergehenskategorie  68

Eragū  Grasart  257, 258

Gagga  167

Gaggara  380

Gajaṅgala  259

Gaṇḍa  (Beulenpest)  88

Garudhamma  schwerwiegendes Vergehen  66,67

Gāvuta  Längenmaß  311

Gayā  10, 54

Gayākassapa  37

Gayāsīsa  54, 55

Gavampati  30

Geruka  roter Kalk, Ocker 66, 265

Ghositārāma  451

Gijjhakūṭa  132, 137, 242, 243

Giñjakāvasatha  Ziegelhaus  289

Giribbaja  63

Gotaka  363

Gotama  4, 12, 55, 63, 105, 276, 279, 282, 286, 290-294, 298, 300

Gotamaka-cetiya  346

Goṭṭha  Aplotaxis costus  263, 559

Harīta(kī)  Terminalia chebula  Chebulische Myrobalane  45, 263, 269, 327, 556, 626

Haliddiṃ  Curcuma longa  Kurkuma, Gelbwurz  263

hatthapāsa  mit der Hand erreichbare Entfernung, 1,25 Meter  312

Hemanta  Winter  49

Hiṅgu  Ferula assa foetida  Teufelsdreck, Stinkasant  263

Hintāla  Phoenix paludosa  Mangroven-Dattelpalme  251

Isibhaṭa  363

Isidāsa  363

Isipatana  12, 25, 250, 280, 348

Jambu  Eugenia javanica  Rosenapfel-Baum  44

Jambudīpa  44

Jantū  Sorghum halepense  Johnson-Gras, Aleppogras  257

Jaṭila  Flechtenasket  37-53, 55

Jātiyāvana  251, 298

Jetavaṇa  105, 187, 209, 257, 260, 278, 303, 306, 349, 350, 467

Jīvaka Komārabhacca  88, 328-338

Kāka  (Krähe)  334

Kakudha  Terminalia arjuna gelber Myrobalan-Baum  44, 327

Kāḷaloṇa  dunkles Natursalz  263

Kalandakanivāpa  (Eichhörnchenfutterplatz)  274, 275, 279, 284

Kāḷānusārīyaṃ  schwarzer Sandel  265

Kambala  Wolle  338, 339

Kamala  Mallotus philippensis  Kamala-Baum  251, 491, 669

Kaṅkhārevata  272

Kaṇṭaka  101, 108

Kaṇṭakī  108

Kapilavatthu  105

Kappāsa  Gossypium arboreum  Baumwolle  263, 339

Kappiyabhūmi  Lagerhalle  188, 189, 192, 295

Kappiyakāraka  „Erlaubtmacher“  268, 274, 275, 278, 299

Kasāva  Robe 126

Kāsi  11, 275, 338, 380, 381, 458-463

Kassapa  300

Kassapagotta  380

Kaṭhina  Zeremonie am Ende der vassa  VII. Abschnitt

Kaṭukarohiṇī  Helleborus niger  Schneerose/Nieswurz  263

Keṇiya  300

Khoma  Leinen  339

Kilāsa  (eitriger Hautausschlag)  88

Kimila (PTS: Kimbila)  466

Khaṇdhaka vinaya-Teil; Mahā- u. Cullavagga  131

Kolita  62

Komārabhacca, Jīvaka  88, 328-338

Komudiya cātumāsini  Ende der späten Regenzeit  208, 240, 241, 451

Koṇḍañña  17, 671

Kosala  121, 150, 187, 200, 201, 206, 209, 234, 240, 241, 253, 341, 367, 458-462

Kosambi  334, 451, 464, 467-473

Koseyya  Seide  339

Koṭigāma  287-289

Kukkuṭa  363

Kumārakassapa  124

Kuraraghara  (Fischadler-Haus)  257

Kusa  Grasart Poa cynosuroides  343, 911, 1014

Kusināra  301, 303

Kūṭāgāra  289

Kuṭaja  Cleistanthus collinus Garari, Laubbaum mit giftigen Blättern, Wurzeln und Borke  263

Kutthaṃ  (Lepra)  88

Laṭṭhivana  „Knüppelwald“  55

Licchavī / Licchavier  289-290

Maddakucchi  137

Madhu  Honig  73, 128, 260-263, 276

Madhukā  Honig-Getränk  300

Madhupiṇḍika  Honigkugeln (~bällchen)  6, 282, 283

Magadha  8, 43, 55, 57, 59, 63, 88-90, 92-93, 96, 132, 186, 242, 270-271, 286, 296-297, 327, 331-335, 345

Mahācunda  469

Mahaka  101

Mahākaccāna  257, 258, 469

Mahākappina  137, 469

(Mahā)Kassapa  122, 123, 143, 359, 469

Mahākoṭṭhika  469

(Mahā)Moggallāna  60-62, 278, 469

Mahānāma  Person: 19; Pflanze: 246, 372, 471, 1026

Mahāpajāpati Gotamī  470

Mahāsālā  259

Majjārū  Grasart  257

Makaci  Textilfaser aus Bogenhanf (Potthaka)  371

Mallier  301

Mānatta  Ehrerweisung  66, 67, 193, 194, 393, 389, 1065

Mandākini  278

Māra  16, 17, 33, 35, 55

Marica Piper nigrum  schwarzer Pfeffer  263

Meṇḍaka  296, 298, 299

Migadāya  Wildpark I. Isipatana 10, 12, 17, 25, 27, 250, 280, 348; II. Madda­kucchi  137

Migāra(māta)  205, 349-352, 355, 472

Moca  Musa ornata oder Musa paradisiaca  Banane  300

Moggallāna  → Mahāmoggallāna

Moghapurisa  51, 64, 73, 75, 76, 99, 206, 209, 211, 245, 248, 250, 251, 255, 279, 280, 283, 303, 346, 364, 370, 463

Moragū  Grasart  257

Mucalinda  I: Nāgafürst  37, 111, 281; II: Süßwasser-Mangrove, Barringtonia acutangula Indische Eiche  3

Muddikā  Vitis vinifera  Weintrauben  300

Mūlāya paṭikassanāraha  Neuanfang  66, 67, 193, 194, 393, 388, 1066

Muñja  Schilfgras Eriophorum comosum  251, 488

Nadīkassapa  37, 52

Nāga  Schlangenfürst oder starker Elefant; Schlangengeist; auch im Wasser lebender Geist  37, 111, 281

Nāgafürst  5, 37, 281

Nanda  Halbbruder von Siddhattha  105

Nandiya  466

Nattamālā  Pongamia glabra  Pongam-Ölbaum  263

Nātikā  289

Ñatti  Ankündigung  69, 70, 72, 86, 127, 139, 141ff, 146, 158, 167, 241, 295, 308, 342f, 367, 385ff, 455, 475, 1056

Navanīta  (frische) Butter  73, 128

Nerañjarā  1, 39, 49

Nigaṇṭha  290, 293, 294

Nigrodha → „Ajapāla“

Nigrodhārāma  105

Nilavāsī  363

Nimba  Neem-Baum, Azadirachta indica  Margosa-Baum  204, 263, 343, 546, 897

Nimmānarati  17

Nisīdana  Sitzunterlage  353

Nissaggiya  Aushändigen  257, 271

Nissaraṇīya  Verbot des Zusammenlebens  66, 67, 193, 194, 393

Nissaya  Abhängigkeit (von einem Unterweiser)  77; Unterwerfungs-Verfahren  66, 67, 193, 392

Osāraṇa  Rehabilitation, Wiedereinsetzung, Wiederaufnahme nach zeitweiligem Ausschluss bzw. Verbannung  130, 396, 474, 291

Pabbajjā  Hinausziehen (in die Hauslosigkeit, um Mönch zu werden)  25, 60, 105ff, 243

Pabbājanīya  „ausgeschlossen zu werden verdienend“; Verbannungsverfahren  66, 67, 193, 194, 393

Pācittiya  Abbitte  239, 240, 267, 283

Pācīnavaṃsadāya  465, 466

Padakathalika  Fußtuch  66

Pajjota  334, 335

Pakka(va)  WPD: paggava  Pflanze mit bitterer Frucht  263

Pālileyyaka  467, 1092

Paṃsukūla  fortgeworfene Lumpen, Fetzen  44, 337, 340, 341, 348

Papataka  257

Pārājika  Ausschluss-Vergehen  129, 150, 164, 165, 213, 237, 161, 287, 290, 297, 395, 440, 763, 1083, 1145

Paranimmitavasavatti  17

Paricchatta  Baum in Indras Reich  45

Parivāra  Buch V des Vinaya  131

Parivāsa  Getrenntwohnen  66, 67, 183, 193, 194, 393, 162, 386, 1065; Bewährungs­zeit  86, 87

Pariveṇa  separate (feste) Unterkunft auf dem Klostergelände

Pasenadi  206

Pāṭaligāma  285

Pāṭaliputta  363

Pātimokkha  Hauptregelwerk (→ Anhang) 84, 133-136, 140-142, 150, 154, 155, 158, 163, 168-176, 183, 240, 241, 475

Pāṭidesanīya  Vergehenskategorie – zu Gestehendes  237, 238

Paṭisāraṇīya  Versöhnungs-Verfahren  66, 67, 193, 194, 394

Paṭola  Trichosanthes dioeca oder lobata  Schlangengurke  263

Patta  (Almosen)Schale  6, 12, 29, 38, 39, 58-60, 64, 66-68, 77, 105, 110, 118, 125-127, 140, 179, 209, 240, 247, 255, 257, 271, 276, 280, 282-286, 289, 294, 298-300, 302, 344, 350, 367-369, 380, 381, 464-466, 468

Pāvā  306

Pavāraṇa  „Einladung“ am Ende der vassa  207, 208, 209-241, 306, 388, 453, 454

Pavāraṇasaṅgaha  Regenzeitverlängerung  241

Phaḷikasantāna  363

Phānita  Melasse (Sirup, Rohzucker)  73, 128

Phārusaka  bittere Frucht  300

Pilindagāma  270, 271

Pilindavaccha  266, 267, 270, 271

Pippali  Piper longum  Stangenpfeffer  263

Potthaka  Bogenhanf (makaci-Fasern)  371

Puṇṇaji  30

Rāhula  105, 469

Rājagaha  55, 58, 60-61, 69, 73, 99, 102-105, 132, 137, 142, 143, 155, 156, 184, 187, 242, 247, 250, 270, 272, 274, 275, 278, 279, 280, 284, 285, 297, 326-330, 332-334, 337, 345, 346, 363

Rājāyatana  „Fürstensitz“, Buchannia latifolia, Chironji-Baum  6

Rakkhitavanasaṇḍa → Schutzwalddickicht

Rasañjana  rosa Salbe  256

Revata  377, 469

Roja  301, 356

Saddhivihārika  „Zusammenwohnender“  65, 133

Sāgata  242

Sajjulasa  Vatica robusta  Harz oder Frucht (Rosine) vom Sālbaum  263

Sāketa  114, 115, 306, 329, 330, 347

Sakka  41, 44, 58

Sakya  55, 60, 105

Sakyaputta  „Sakya-söhne“ Bezeichnung der Nachfolger des Buddha

Sāla  Shorea robusta  Sal-Baum  467

Sālavatī  327

Sallavattī  259

Sālūka  (essbare) Lotuswurzel  300

Sāmaṇera/sāmaṇerī  (Novize/Novizin)  41, 46, 105ff

Sāṇa  Hanf  73, 339

Sāṇavāsī  363

Saṅghādisesa  Vergehenskategorie – Zusammenkommen des Orden nach sich ziehend  135, 150, 237, 386, 388

Saṅghāti  „Doppelrobe“, doppellagige Oberrobe  126, 345, 346, 348, 362

Sañcaya  60

Sappi  (zerlassene) Butter  73, 128

Sāradikena (ābādha) „Herbstgebrechen“  260, 527

Sāriputta  60-62, 105, 278, 347, 376, 468, 473

Savara  „Wilde“  150, 234, 325

Sāvasesa  wiedergutzumachend  468

Sāvatthi  105, 114, 115, 187, 205, 209, 252, 253, 257, 272, 278, 279, 303, 306, 349, 351, 363, 364, 367, 467-473

Sāvitthī  Versmaß  300

Senānigāma  32

Senāsana  „Bett und Sitz“  einfache Unterkunft für Ordinierte

Seniya Bimbisāra  55, 57, 59, 88-90, 92, 93, 96, 132, 186, 242, 270, 271, 296, 297, 326-327, 331-335

Setakaṇṇika  259

Sīha  290-294

Sikkhamānā  zu Schulende 183, 187, 188, 192, 193, 195, 198, 237, 389, 394

Sikkhāpada  die 10 Übungsregeln der Novizen  106

Sīma Grenze  138-140, 144, 177, 227, 379

Siṅgiveraṃ  Zingiber officinale  Ingwer  263

Sītavana  „Kaltenhain“  243

Sivi  335

Sota  Antimonsalbe  265

Soṇa Koḷivisa  242, 243

Soṇa Kuṭikaṇṇa  257, 258

Sosa  (Tuberkulose)  88

Subāhu  30

Suddhodana  105

Sulasī  Ocimum tenuiflorum  Basilienkraut, Minze  263

Sunidha  286

Supassa  281

Supatiṭṭha  55

Suppiya u. Suppiyā  280

Tagara  Tabernaemontana coronaria  Oleander(Strauch)  265

Tajjanīya  Tadel, Ermahnung  66, 67, 193, 194, 393, 167, 391

Taka  Art medizinischer Gummi  263

Takkasila  (Taxila)  329

Tālīsa  Flacourtia cataphracta  Kaffee-Pflaume, Indische Kirsche  265

Tapussa  6

Tāvatiṃsa  17, 45, 286

Tela  Öl  73, 129

Thera  (Ordens-)Älterer  122, 142, 150, 154, 155, 158-162, 168, 210, 211, 216, 217, 248

Thullaccaya  schweres Vergehen  176, 179, 237, 238, 252, 279, 280, 370, 371

Thūṇa  259

Ti-maṇḍalaṃ  (die) drei Kreise (bedeckend)  66

Tiṇa  Gras (allgemein)  251

Tirīṭa  Symplocos racemosa  Lodhra-Rinde  372

Tusita  17

Ucchu  Saccharum officinarum  Zuckerrohr  300

Udāyi  154

Udaka Rāmaputta  10

Udena  187, 1093

Ujjenī  334

Ukkala  (Orissa)  6

Ukkāsikā  Badetuch  350

Ukkhepanīya  Suspendierung  193, 194, 380, 170, 385, 1050

Ummattakasammuti  Einigung über Irresein  167

Upajjhāya  Unterweiser (Lehrer, Ausbilder); gibt die Ordination  64-67

Upaka  11

Upāli  99, 110, 112, 400-406, 469, 476-477

Upananda Sakyaputta  101, 108, 206, 277, 364

Upasampadā  Voll- bzw. Hochordination zum bhikkhu / bhikkhuṇī  18, 19, 34, 69ff, 84ff, 122ff, 257ff

Upasena Vaṅgantaputta  75

Upatissa  62

Uposatha  Feiertag  73, 132, 207ff, 240, 241, 453, 455, 475

Uppala  Nymphaea alba  weißer Lotos  336

Uruvelā  1, 10, 32, 36, 37, 54, 55

Uruvelakassapa  37ff

Usīra  Andropogon muricatus  Urai; Grasart mit ölhaltiger Wurzel  263

Usīraddhaja  259

Uttarakuru  mythische Gegend im Himālaya  43

Uttarāsaṅga  Obergewand  66, 126, 345, 346, 348, 362

Vacā  Acorus calamus  Kalamus, Süßwurz  263

Vacattha  Wurzelart  263, 539

Vajji  286

Vāmadeva  300

Vāmaka  300

Varāṇasi  (Kāsi, Benares)  10, 12, 17, 25, 30, 36, 250, 251, 280, 282, 333, 348, 349, 458, 460-462, 657

Vappa  19

Vāsabha  380, 381

Vāseṭṭha  300

Vassakāra  286

Veḷu  Indischer Bambus Dendrocalamus calostachyus  250

Veḷuvana  „Bambushain”  59, 62, 184, 275, 279, 284, 326

Vesāli  288, 289, 290, 293, 294, 295, 298, 326-327, 346, 348

Vessāmitta  300

Vibhaṅga  Aufzählung der Vergehen  131

Vibhīta  Terminalia bellirica  Strandmandel, (gelbe) Myrobalan  263

Vihāra  Verweilstätte für einen Ordinierten, später allgemeine Bezeichnung für ein Kloster, wo der Ordinierte einen separaten Platz (parivena) oder nur eine einfache Unterkunft (senāsana) mit Bett und Sitz hatte

Vimala  30

Vinaya  Ordensregeln, Regelwerk  131, 151, 152

Visākhā  205, 349, 355, 472

Yāma  17

Yamataggi  300

Yasa  25ff

Yasoja  295

Yojana  Meile  140

deutsche Begriffe

Abhängigkeit (nissaya)  103, 120-121

Alkohol  267, 300

Almosenschale  6, 12, 29, 38, 39, 58-60, 64, 66-68, 77, 105, 110, 118, 125-127, 140, 179, 209, 240, 247, 255, 257, 271, 276, 280, 282-286, 289, 294, 298-300, 302, 344, 350, 367-369, 380, 381, 464-466, 468

Ankündigung  70, 72, 86, 127, 139, 141ff, 146, 158, 167, 241, 295, 308, 342f, 367, 385ff, 455, 475, 1056

Anleitung  77, 82, 83, 120

Asket(-en)  Flechten-  4, 37-54, 87, 300; Fünfergruppe  10, 12ff; Nackt-  11, 349f; Wander-  60ff, 132, 458; allgemein  58, 63, 73, 102, 105, 285, 345, 466, 29, 39, 91ff, 101, 121, 242, 257, 263ff, 278, 479, 654, 658, 773, 890, 901, 955; Asketentum 370

Ausbilder → Lehrer bzw. →Unterweiser  64, 66, 67

Auge der Wahrheit Synonym für „Stromeintritt“  16, 19, 26, 27, 29, 30, 36, 56, 59, 60, 242, 284, 293, 298, 301

Ausschluss, zeitweiliger (Suspendierung)  193

Auszubildender  66, 67

Badegewand  350

Bambus  250

Bambushain (veḷuvana)  59, 62, 184, 275, 279, 284, 326

Bananensaft  300

Barbier  allgemein  303, 780; des Königs  460, 1121

Baumwolle  Gossypium arboreum  263, 339

Bedarfsgegenstände  357; ~ die Vier  73

Benares  (Varāṇasi)  10, 12, 17, 25, 30, 36, 250, 251, 280, 282, 333, 348, 349, 458, 460-462, 657

Bestrafung  107

Beulenpest  88

Bewährung(-szeit) (Getrenntwohnen)  66, 67, 86, 87, 183, 193, 194, 393

Blähungen (Magenwindkrankheit)  273, 274

Blindenwald (andhavana)  362

Blütensaft  300

Bogenhanf  (Potthaka)  371

Brandmal  95

Butter  73, 128, 299

Butteröl (Ghee)  73, 88, 299

Dieb  92, 93

Disziplin (vinaya)  131, 151, 152

Doppelrobe Obergewand, doppelt gelegt  126, 348

Drei Kreise (bedeckend)  66

Eichhörnchenfutterplatz  274, 275, 279, 284, 326

Epilepsie  88

Erdgötter  17

Erlaubtmacher (kappiyakāraka)  274, 275, 278

Ermahnung  66, 67, 193, 194, 393

Erwärmen (von Gekochtem)  274

Extreme  13, 237

Färben  344

Feiertag (uposatha)  132 ff

Fischadler-Haus (kuraraghara)  257

Flechtenasketen (jaṭila)  37

Fleisch  280-283, 294, 615, 633

Fleischbrühe  269, 631, 633

Friseur  303, 1121

Früchte  303

Fruchtsaft  300

Fünfergruppe (Mönche)  24

Fünf Krankheiten  88

Fünf Medizinen  260

Fürstensitz (rājāyatana)  6

Geld  299

Gemüse  302

Gemüsesaft  300

Getränke  300

Getreidesaft  300

Getrenntwohnen  180, 193, 194, 230, 393, 400, 1050

Götter der Dreiunddreißig  17, 45

Großkönige, Vier  6, 18, 40

Haferschleim  273

Hagerer  → Uruvelakassapa

Hanf  339

Hauptregelwerk (pātimokkha)  84, 133-136, 140-142, 150, 154, 155, 158, 163, 168-176, 183, 240, 241, 475

Hauslosigkeit  25

Hautausschlag, eitriger  88

Herbstgebrechen  260

Hinausziehen (in die Hauslosigkeit, um Mönch zu werden)  25, 60, 243

Honig  73, 128, 260-263, 276

Honigbällchen  6, 282, 283

Honigwasser  300

Hülsenfrüchte  299

Irresein  167

Jute  339

Klistier  279

Knüppelwald (laṭṭhivana)  55

Kochen  274, 295

Krankenpflege(-r)  193-198, 213, 350, 365-369

Krieger (Soldaten)  90

Laute (Gleichnis)  243

Lehrer  66, 67

Lehrrede (sutta)

Leinen  339

Lepra  88

Lose ziehen  343

Lotoswurzelsaft  300

Mangohain (ambavana) Ambapalī’s: 289; Jīvaka’s → Jetavana

Mangosaft  300

Mehlspeise  302

Melasse (Sirup, Rohzucker)  73, 128, 272

Milch (Buttermilch, Dickmilch)  299

Mungbohnen  272, 299

Nāgakönig  37, 281

Novize  (sāmaṇera) 41, 46, 105ff

Obergewand  8, 34, 56, 58, 60, 65-67, 71, 77-79, 86, 105, 126, 164f, 168f, 210, 213, 216f, 219, 258, 280, 331, 348, 359, 362, 363, 381, 459, 477

Öl  73, 299

Operation (invasive Maßnahme)  279

Ordensregeln  (vinaya) 131, 151, 152

Ordination zum Sāmaṇera: 25, 60, 105ff, 243; zum Bhikkhu: 18, 19, 28, 30, 31, 34, 36, 51-53, 62, 69ff, 84ff, 89ff, 109ff, 122ff, 257ff

Pflanzen (allgemein)  361

Pflegen  84f, 88f, 121, 164f, 193-198, 264, 365-369

Protest  154, 387, 394

Rauchen  266

Regenzeitaufenthalt (vassa)  184

Regenzeitverlängerung (pavāraṇasaṅgaha)  241

Rehabilitation (osāraṇā)  66, 67, 193, 194, 388, 396, 474

Reisschleim  99, 274, 282, 283, 303

Robe  siehe jeweilige Art

Rosenapfel-Baum (jambu)  44

Rosenapfelsaft  300

Proviant  299

Ruhr „Schlangenwindkrankheit“  100

Saft  300

Salz  299

Schuldner  96

Schultertuch (Ober- bzw. Doppelrobe)  345, 346, 362

Schweine (stumme)  132

Sechsergruppe (Mönche)  108, 120, 136, 140, 148, 150, 151, 152, 153, 154, 169, 185, 211, 235, 246, 248, 250, 252-256, 265-267, 279, 343, 347, 372, 385

Seide  337, 339

Seifenpulver  66

Sesam  276

Sittlichkeit  25

Siva-Stoff  336-337

Spinnweben  66

Streitschlichtung  475

Suspendierung  66, 67, 78, 79, 193, 194, 415-417, 426-428, 437-439, 448-450, 455, 474, 165f, 395, 1050

Tadel, Ermahnung  66, 67, 193, 194, 393

Tee  300

Teppich  337

Traubensaft  300

Tuberkulose  88

Übungsregeln der Novizen  106

Umhang  337

Unterrobe (Hüfttuch)  66, 308, 345, 346, 362

Unterweiser  64-67, 90

Unterwerfen  395

Uposathahalle  141, 142

Vergehen  Ausschluss → Pārājika; eine Ordenversammlung nach sich ziehendes → Saṅghādisesa; Befragung erforderndes → Aniyata; Aushändigung erfor­derndes → Nissaggiya-Pācittiya; Abbitte zu leisten → Pācittiya; zu tadeln­des → Tajjaniya; zu Gestehendes → Pāṭidesanīya; schlecht Getanes (Verhal­ten) → Dukkaṭa; schlecht Gesprochenes → Dubbhāsita; offenbaren 220; einsehen 130; nicht einsehen 130, 183, 380, 394, 397ff, 415, 426, 437, 448, 451, 455; wiedergutmachen 171, 210, 216f, 219; nicht wiedergutmachen 397ff, 416, 427,438, 449; Verfahren 219; gleichartiges 221

Verlust rechten Verhaltens  237

Versöhnungs-Verfahren  66, 67, 193f, 400-406, 414, 425, 436, 447

Vier Großkönige  6, 18, 40

Wiedereinsetzung, Rehabilitation  130, 396, 474

Wildpark (migadāya)  I. Isipatana 10, 12, 17, 25, 27, 250, 280, 348; II. Madda­kucchi 137

Wolldecke 338

Wolle  339

Wunder wirken  242

Ziegelhaus (-Herberge)  289

Ziegenhirt (ajapāla)  4, 7

Zimtrindensaft  300

Zucker  73, 272, 284, 299

Zuckerrohr  300

Zuckerwasser  284

Zuflucht  6, 27, 29, 34, 57, 69, 86, 105, 242, 284, 293, 298

Zurückholen  396

ergänzende Begriffe

Zeitangaben

addhāna  Zeitspanne

adhunā  jetzt

ajja  heute

akāla / vikāla  Unzeit, ungeeignete Zeit

akāliko  zeitlos

aruṇa  Morgenröte

aruṇugammana  Morgendämmerung

udaṇha  Morgendämmerung, Tagesanbruch

atīte  einst

kāla  Zeit

kappa/kalpa  Weltzeitalter

uposatha  14ter oder 15ter Tag des Monats bzw. Feiertag alle 7-8 Tage

accharā, khaṇa, muhutta  Moment, Augenblick

horā  Stunde

atidivā  nachmittags

puṇṇamī  Vollmondtag

amāvasī  Neumondtag

komudiya catumāsini  Vollmondtag im Okt./Nov.

aho, varo  Tag

     ravī  Sonntag

     canda  Montag

     bhumma  Dienstag

     budha  Mittwoch

     guru  Donnerstag

     sukkha  Freitag

     sora  Sonnabend

atthagamana  Sonnenuntergang

āvasūraṃ  Sonnenuntergang

atisāyaṃ  spätabends

ratti  Nacht

atirattiṃ  Mitternacht

sattaratta  Woche

sattāhakālikā  „Siebentagesfrist“

pakkha  Halbmonat

kālapakkha  abnehmender Mond

sukkapakkha  zunehmender Mond

māsa → Monat

     Āsāḷha  Juni-Juli

     Assayuja / Poṭṭhapāda  September-Oktober

     Citta  März-April

     Jeṭṭha  Mai-Juni

     Kattika  Oktober-November

     Māgasira  November-Dezember

     Māgha  Januar-Februar

     Phagguna  Februar-März

     Phussa  Dezember-Januar

     Bhaddapada  August-September

     Sāvana  Juli-August

     Vesākha  Mai

     adhikamāsa  zusätzlicher Monat (Differenz zum Sonnenjahr)

utu  Jahreszeit

     gimha, ghamma  Sommer

.....samā  Jahr

     vassa  Regenzeit / Jahr

     hemanta  Winter

Längenangaben

dhaññamāsa  Reiskörner (etwa 5 mm)

aṅguli  Fingerbreite, Zoll  (2,5 cm)

hattha  Hand(-breit) = 4-5 aṅgulī  (10-15 cm)

sugata-vidatthi  = 12 aṅguli; Spanne zwischen Handgelenk und Fingerspitze (30 cm). Laut Kommentar ist ein mittelgroßer Mann (180cm) 3 Spannen (á 60cm) groß. Eine solche Spanne wird in 24 aṅguli  geteilt (á 2,5cm). Eine (Hand-) Spanne hat 12 aṅguli (d.h. 30cm). Ein Zimmermann soll eine um die Hälfte größere (45cm) Handspanne haben (vaḍḍhakī-hattha). Es ist kaum anzuneh­men, dass die Menschen damals „normalerweise“ 180cm groß waren, aber für aṅguli  hat sich „Zoll“ (25mm) eingebürgert. Das Wort sugata steht keines­wegs für eine Person, sondern bedeutet nur „gängig“, „üblich“, „gebräuchlich“ im Sinne von „normal“.

kukku  Elle (von Ellbogen bis Fingerspitze des kleinen Fingers, etwa 50 cm) – muss aber 60 cm sein, denn eine Elle = 24 aṅgulī

hatthapāsa  Reichweite mit der Hand = 2,5 Spannen (d.h. 1,25 m)

yaṭṭhi  Stab (etwa 1,80 m) = 3 kukkū

wāh / dhanu  Bogen (= 4 hattha, etwa 2 m)

abbhantara  = 28 Ellen (etwa 14 m [BMC II])

usabha  etwa 50 m

kosa  (500 dhanu) etwa 1000 m

gāvuta  etwa 4000 m

yojana  Meile; Längenmaß ca. 9 km (oder 4 gāvuta = 16 km)

Mengenangaben

mutthi  eine Faust voll

kudhava  eine Hand voll (= 4 matthi)

pattha  beide Hände voll (als Schale), etwa 500 ml

nāḷī  = 2 pattha  etwa 1 l

āḷhaka  = 4 pattha = 2 nāḷī  etwa 2 l

udak-āḷhaka  Kübel (für Wasser)

doṇa  etwa 4-5 Liter

ammaṇa  Trog

Gewichte (außer Gold und Silber)

dhaññamāsa  (Lakritzsamen od. enthülste Körner, Reiskorn)

kuñjā  od. māna  (Bohne od. Beere; Abrus precatorius) = 4 dhaññamāsa

māsaka  = 2 kuñjā

akkha  = 5 māsaka

dharaṇa  = 8 akkha

pala  = 10 dharaṇa

tulā  = 100 pala

bhāra  = 20 tulā

Gewichte (für Gold und Silber)

dhaññamāsa  (Lakritzsamen od. enthülste Körner, Reiskorn)

kuñjā  (Bohne; abrus precatorius) = 4 dhaññamāsa

māsaka  = 2 kuñjā

akkha  = 5 māsaka

suvaṇṇa  = 8 akkha

nikkha  (Klumpen) = 5 suvaṇṇa (= 1600 dhaññamāsa)

Geld

Numismatik

laut Pāli-Text, Kommentar und anderen Quellen

Wie es scheint, trat richtiges, so genanntes „Geld“ wahrscheinlich nicht vor der Zeit des Buddha (6. Jh. v.u.Z.) in Erscheinung. Es hatte die Form von kleinen Silberbarren mit Prägung, deren schwerste (śatamāna) etwa fünfzehn Gramm wogen.

Satamana

Diese Einheit wurde unterteilt in eine Hälfte, ein Viertel und ein Achtel. Dann tauchten mit Punzmarken versehene Silbermünzen auf, diese wogen etwa zwölf Gramm und wurden paṇas oder kārṣāpaṇas genannt und bestanden aus einer Legierung, die fünfundzwanzig Prozent Kupfer und fünf­einhalb Prozent Basismetall enthielt. Die kleineren Münzen waren aus Kupfer und bestanden aus den māṣa (ein Sechzehntel eines paṇa) und des kākiṇī (ein Viertel eines māṣa). Der niedrigste Wert, ein Achtzigstel eines paṇa, war eher eine Muschel als eine Münze, der kaparda oder kaurī (Cypraea moneta). Eine geprägte Goldmünze, die den geliehenen Griechisch-Römischen Namen dīnāra trug, erschien erst in der frühen Ära des Christentums, in der Kuṣān-Ära. Sie trug das Bild eines Buddha, vielleicht die erste bildhafte Darstellung über­haupt, sowie den Schriftzug „Boddo“.

Kushan-Goldmünze

Übereinstimmend mit zeitgenössischen Autoren war diese Goldmünze äqui­valent zu achtundvierzig paṇas (oder sechzehn Silber­stücke der Gupta-Dynastie). Aber diese Schätzungen sind notgedrungen unzuverlässig, denn Benennung, Wert und Gewicht wechseln von einem Text zum anderen. Jede einzelne Region, jede Dynastie, jeder König, jeder Stamm, jeder Tempel und auch jedes einzelne Dorf verwendete verschiedene Münzen; und sehr wahrscheinlich ist es auch, dass die Praxis des Tauschens noch lange nach der Einführung von Währung als Mittel des Handels fort­bestand. Münzen existierten in einer verwirrenden Vielzahl in Form, Abmessung und Aussehen, rund oder eckig und sie trugen Embleme, Gottheiten oder königliche Bildnisse, abgekürzte Inschriften usw.


rūpiya  „Geld“ [Kollektivwort für Geld]

māsaka  5 māsaka = 1 pāda

     jātumāsaka  Goldmāsaka [zweifelhaft]

     rajatamāsaka  Silbermāsaka

     lohamāsaka  Kupfermāsaka „Rotmāsaka

     dārumāsaka  Holzmāsaka

pāda  = 5 māsaka

kahāpaṇa  quadratische [Kupfer-]Münze = 4 pāda (paṇa)

kaṃsa  [Kupfer-]Münze = 4 kahāpaṇa

nīla-kahāpaṇa  grüner kahāpaṇa; = 5 Gold-māsaka + 5 Silbermāsaka + 10 Kupfermāsaka; zusammenlegiert, geformt + geprägt

„Der Name Kahāpaṇa (das Gewicht einer ‘Packung’ Beeren) ist abgeleitet vom Wort kasha, ‘Beere’, von dem man meint, es habe seinen Ursprung in Meso­potamien und das als Relikt im Tamilwort kāśu erhalten ist.“ [Walker 1968]

„Es wird nahegelegt, dass der Begriff kāshāpaṇa von kṛish, ‛zu kultivieren’ und paṇ, ‛umzutauschen’ oder ‛tauschen’ oder ‛feilschen’ abgeleitet wurde. ... Der Begriff kārshāpaṇa ist eine Zusammensetzung aus karsha, einem Standard­gewicht von 80 rattis (benutzt für standard Gold- und Kupfermünzen) und paṇa, ‛Münze’, und bedeutet ‛eine Münze, die ein kārsha wiegt’. Im Laufe der Zeit wurde kārshāpaṇa die Bezeichnung für alle Münzen, egal ob das Gewicht ein karsha betrug oder nicht. Frühe Silbermünzen basierten generell auf dem Stan­dardgewicht von 32 ratti (etwa 56 Körner), und auch sie wurden als kārshāpaṇas bezeichnet. Der Nishka (nikkha) war in der vedischen Zeit eine Art Halskette aus Gold und wurde definitiv als Goldmünze bekannt, die ein Gewicht von 4 suvarṇas mit jeweils 80 rattis hatte.“ [Thaplyal 2004]

Hier ein paar Beispiele für die Lebenshaltungskosten aus verschiedenen Quellen:

1 kākaṇi für 1 tote Maus als Katzenfutter

½ oder 1 māsaka (pro Tag) für 1 Gelegenheits-Lohnarbeiter/Wasserträger

1 māsaka für 3 verschiedene Artikel: 1 (Blumen-)Girlande, Duftstoff und harte Getränke

1-2 māsaka für Wäsche einfacher weißer Kleidung

2 māsaka für ein Bündel Gras

7 māsaka für einen großen Fisch

1 paṇa für Wäsche empfindlicher Kleidung

2 paṇa pro Furtdurchquerung für Inanspruchnahme eines Bullen

8 paṇa für Frisieren

1 Geldstück + 1 Gewand für 1 Hund

8 kahāpaṇa für 1 Esel

8 kahāpaṇa = Miete für ein Fuhrwerk

8 kahāpaṇa für den königlichen Taxierer je Schätzung

24 kahāpaṇa  für 1 Paar Ochsen

1 silber-kahāpaṇa für einen durchschnittlichen Sārī

700 kahāpaṇa = 1 Sklave/in

bis zu 6000 kahāpaṇa für 1 exzellentes Pferd

1 goldene Haarnadel für 1 Mahlzeit für 4 Personen

Fährgelder: Kleinfluss/Strom

kleine Tiere:   1 māsaka/2 māsaka

Mann + Handgepäck:  1 māsaka/2 māsaka

Mann mit Gepäck auf Kopf oder Rücken:  2 māsaka/4 māsaka

Kamel, Büffel:  4 māsaka/8 māsaka

kleiner Karren:  5 māsaka/10 māsaka

großer Karren:   6 māsaka/12 māsaka

20 Ballen Handelsware:  ¼ paṇapaṇa

kahāpaṇa Strafe für Abfall auf die Straße werfen

¼ kahāpaṇa Strafe für Schmutzwasser auf die Straße schütten

½ paṇa für Urinieren auf heiligem Boden

1 paṇa für Urinieren in ein Wasserreservoir

1,5 paṇa für Urinieren im Tempel

2 paṇa für Urinieren in königlichen Gebäuden

15% pro Jahr betrug der übliche Zinssatz

5% pro Monat für normale Geschäfte

10% pro Monat für Händler, die durch Wälder reisen

20% pro Monat für Händler, die über See fahren

 

„Wenn man 5 paṇa pro Monat Mindestlohn annimmt, dann war ein Paṇa in Wirklichkeit eine wertvolle Münze. Der Kākani und der Māsaka waren vielleicht die Münzen, die die meisten Menschen je sahen oder benutzten.“ [Kautilya 1992]

 

„Ein Bogenschütze forderte vom Könige als Lohn jährlich 100 000 (ekasaṃvacc­harena satasahassaṃ). Der König ist damit einverstanden, dagegen finden die alten Bogenschützen (porāṇakadhanuggaha) die Bezahlung zu hoch. Noch besser wird ein anderer dhanuggaha besoldet: er bezieht einen täglichen Gehalt von 1000 (devasikaṃ sahassaṃ labhitvā rājānaṃ upaṭṭhahi) und erregt dadurch ebenfalls den Unwillen der übrigen Diener des Königs. Die Zahlen, obschon, wie überall in indischen Quellen, als statistisches Material schlecht zu verwerthen, lassen doch den Rückschluss darauf zu auf eine angesehene und einträgliche Stellung. ... Über die Gehaltsverhältnisse der übrigen Hofkünstler finden sich in den Jātaka nur vereinzelte allgemeine Angaben. Ein alter Musiker (gandhabba) theilt dem Könige mit, sein Schüler wünsche dem Könige zu dienen, und fügt hinzu: ‛Setzt den Modus der Bezahlung fest’ (deyyadhammam assa jānātha), worauf der König erwidert: ‛Er soll die Hälfte deines Gehaltes beziehen.’“ [Fick 1974]


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