LdN. 157-162; M.142, M.146; A.VIII.53.


Eine hoch angesehene Nonne (Therī). Sie erhielt als erste die Nonnen-Ordination. 

Sie wurde geboren in Devadaha in der Familie von Suppabuddha als die jüngere Schwester von Mahā-māyā, der Mutter von Buddha.

[Ap.ii.538 sagt ihr Vater war Añjana Sakka und ihre Mutter Sulakkhanā. Mhv.ii.18 sagt ihr Vater war Añjana und ihre Mutter Yasodharā. Dandapāni und Suppabuddha waren ihre Brüder; cp. Dpv.xviii.7f.]

Bei der Geburt beider Schwestern, prophezeiten Wahrsager dass beide Kinder Cakkavattins werden würden. König Suddhodana verheiratete beide Schwestern, und als Mahāmāyā sieben Tage nach der Geburt von dem Prinzen Siddhattha starb, übernahm Pajāpati die Pflege. Sie war die Mutter von Nanda, aber es wird gesagt, sie gab ihren eigenen Sohn in Pflege und pflegte den Prinzen Siddhattha.

Buddha verweilte in Vesāli als Suddhodana starb, und Pajāpatī entschloss das weltliche Leben zu verlassen und wartete auf eine Gelegenheit um Buddha um Erlaubnis zu fragen.

Pajāpatī war bereits ein sotāpanna. Sie erreichte diesen geistigen Zustand als Buddha das erste Mal den Palast seines Vaters besuchte und das Mahādhammapāla Jātaka erzählte. (DhA.i.97).

Ihre Gelegenheit kam als Buddha Kapilavatthu besuchte um einen Streit über das Wasser der Rohinī zwischen den Sākiyern und den Koliyern zu schlichten. Als der Streit beigelegt worden war, lehrte Buddha die Kalahavivāda Sutte, und fünfhundert junge Sākiyer Männer traten in den Orden ein. Deren Frauen, angeführt von Pajāpatī, gingen zu Buddha und baten um die Erlaubnis als Nonnen ordiniert zu werden. Buddha lehnte das ab und ging nach Vesāli. Aber Pajāpatī und ihre Kameradinnen ließen sich nicht entmutigen, scherten sich die Haare, färbten gelbe Roben, und folgten Buddha zu Fuß nach Vesāli. Sie kamen dort mit blutenden Füssen an und wiederholten ihren Wunsch. Buddha lehnte es wieder ab, gab aber nach als Ananda intervenierte und genehmigte die Ordination von Frauen unter acht strengen Bedingungen.

Für Details siehe Vin.ii.253ff.; auch A.VIII.51. Später entstanden einige Diskussionen über die Ordination von Pajāpatī, da sie sich keiner formellen Ordination unterzogen hatte. Als die Nonnen das bemerkten wollten einige nicht mit ihr zusammen das uposatha abhalten. Aber Buddha erklärte, dass er sie selbst in den Orden aufgenommen hat und dass alles seine Ordnung hätte. (DhA.iv.149). Ihre Nonnenweihe (upasampadā) bestand in der Einwilligung der acht für Nonnen festgelegten Bedingungen. (Sp.i.242).

Nach ihrer Ordination kam Pajāpatī zu Buddha und verbeugte sich vor ihm. Buddha belehrte sie und gab ihr ein Meditationsobjekt. Mit diesem Objekt entwickelte sie Klarblick und erreichte alsbald die Heiligkeit, ihre fünfhundert Kameradinnen erreichten diese nach dem Hören der Nandakovāda Sutte. Später, vor einer Versammlung von Mönchen und Nonnen im Jetavana, erklärte Buddha Pajāpatī als die Beste mit Erfahrung (rattaññūnam) (A.i.24).

Nicht lange danach, immer noch in Vesāli, merkte sie, dass ihr Leben zu Ende gekommen war. Sie war einhundert und zwanzig Jahre alt; sie verabschiedete sich von Buddha, vollführte einige Wunder und verstarb, ihre fünfhundert Kameradinnen verstarben mit ihr. Es wird gesagt, dass die Wunder, die ihre Kremationsriten begleiteten, an zweiter Stelle hinter Buddha waren.

It was in the time of Padumuttara Buddha that Pajāpatī made her resolve to gain eminence. She then belonged to a clansman's family in Hamsavatī, and, hearing the Buddha assign the foremost place in experience to a certain nun, wished for similar recognition herself, doing many good deeds to that end. After many births she was born once more at Benares, forewoman among five hundred slave girls. When the rains drew near, five Pacceka Buddhas came from Nandamūlaka to Isipatana seeking lodgings. Pajāpatī saw them after the Treasurer had refused them any assistance, and, after consultation with her fellow slaves, they persuaded their several husbands to erect five huts for the Pacceka Buddhas during the rainy season and they provided them with all requisites. At the end of the rains they gave three robes to each Pacceka Buddha. After that she was born in a weaver's village near Benares, and again ministered, this time to five hundred Pacceka Buddhas, sons of Padumavatī (ThigA.140ff.; AA.i.185f.; Ap.ii.529 43).

It is said that once Pajāpatī made a robe for the Buddha of wonderful material and marvellously elaborate. But when it came to be offered to the Buddha he refused it, and suggested it should be given to the Order as a whole. Pajāpatī was greatly disappointed, and Ananda intervened. But the Buddha explained that his suggestion was for the greater good of Pajāpatī, and also as an example to those who might wish to make similar gifts in the future. This was the occasion for the preaching of the Dakkhināvibhanga Sutta (M.iii.253ff.; MA.ii.1001ff.; this incident is referred to in the Milinda p.240). The Buddha had a great love for Pajāpatī, and when she lay ill, as there were no monks to visit her and preach to her -  that being against the rule -  the Buddha amended the rule and went himself to preach to her (Vin.iv.56).

Pajāpatī's Name taucht in mehreren Jātakas auf. Sie war die Mutter Äffin in dem Cūla Nandiya Jātaka (Jat.222), Candā in dem Culla Dhammapāla (Jat.358), und Bhikkhudāyikā (oder Bhikkhudāsikā) Tochter von Kiki, König von Benares (Jat.547).

Mahāpajāpatī wurde so genannt, weil bei ihrer Geburt prophezeit wurde, dass sie eine große Gefolgschaft haben würde; Gotamī war ihr Familien (gotta) Name (MA.i.1001; cp. AA.ii.774).

There is a story related of a nurse employed by Pajāpatī and born in Devadaha. She renounced the world with Pajāpatī, but for twenty five years was harassed by thoughts of lust till, at last, she heard Dhammadinnā preach. She then practiced meditation and became an arahant. ThigA.75f.


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