1. Ālavaka. Der König von Ālavi. Er hatte die Angewohnheit alle sieben Tage eine Jagd abzuhalten um seine Armee auf Trapp zu halten. Eines Tages auf der Jagd, entkam das Wild an der Stelle wo der König auf der Lauer lag, und nach dem Brauch war es nun des Königs Aufgabe, das Wild zu fangen. Er folgte dem Tier neun Meilen und erlegte es. Auf dem Rückweg geschah es, dass er einen Banyan Baum passierte, der die Wohnstätte einer Baumgottheit, des Yakkha Ālavaka war. Der Yakkha hatte die Erlaubnis von dem Yakkha König bekommen, jeden der in den Bereich des Banyan Baumes kommt, fangen und auffressen zu dürfen. Er fing den König, entließ ihn aber wieder, als dieser ihm versprach, in regelmäßigen Abständen, ein menschliches Wesen und eine Schüssel Speisen zu schicken (SnA.i.217ff).
Für den Rest der Geschichte siehe Ālavaka Yakkha (unten).
2. Ālavaka Yakkha
Der König Ālavaka, mit der Hilfe des Bürgermeisters der Stadt (Nagaraguttika) und seinen Ministern, war in der Lage sein Versprechen einzuhalten, indem sie Verbrecher zu dem Yakkha schickten. Die Macht des Yakkha war von solcher Art, dass bei seinem Anblick der menschliche Körper weich wie Butter wurde. Bald waren keine Verbrecher mehr übrig und jeder Haushalt war gezwungen ein Kind dem Yakkha zu opfern.
Frauen die schwanger wurden, begannen die Stadt zu verlassen, und es vergingen zwölf Jahre auf diese Weise, bis nur noch der einzige Sohn des Königs, Ālavaka Kumāra, übrig war. Als der König davon erfuhr, ließ er seinen Sohn reichlich schmücken und ordnete an, ihn zu dem Yakkha bringen. Buddha, mit seinem göttlichen Auge, sah was passieren wird und begab sich zu dem Wohnort des Yakkha.
Ālavaka war bei einer Versammlung der Yakkhas in Himavā und sein Türwächter Gadrabha ließ Buddha herein, nachdem er ihn über das ungehörige Verhalten des Yakkha gewarnt hatte. Buddha trat ein und setzte sich auf Ālavakas Thron, während Gadrabha sich nach Himavā begab, um seinem Herrn von der Ankunft Buddhas zu berichten. Während Buddha Ālavakas Frauen belehrte, befanden sich die Yakkhas Sātāgira und Hemavata, auf dem Weg zu der Versammlung in Himavā, und sie bemerkten Buddhas Anwesenheit, weil sie nicht in der Lage waren, über Buddha zu passieren. Sie kamen herab, verehrten Buddha und setzten ihre Reise fort.
Als Ālavaka von Gadrabha, von Sātāgira und von Hemavata von Buddhas Besuch erfuhr, wurde er sehr zornig und laut seinen Namen rufend, eilte er zu seinem Wohnort. Dort versuchte er mit all seinen übernatürlichen Kräften die er besaß, Buddha von seinem Thron zu vertreiben, jedoch ohne Erfolg, sogar mit seiner speziellen Waffe, dem Dussāvudha konnte er nichts gegen Buddha ausrichten. Dann trat er an Buddha heran und sagte ihm, er möge sein Haus verlassen, was Buddha tat. Danach rief er ihn wieder zurück und Buddha kam. Das geschah dreimal und Buddha gehorchte ihn, in der Absicht seinen Zorn aufzulösen, aber das vierte Mal weigerte er sich das Haus zu verlassen. Daraufhin drückte Ālavaka seinen Wunsch aus, Fragen stellen zu dürfen, in der Hoffnung Buddha dadurch zu ermüden. Buddha akzeptierte, und nachdem er alle Fragen zur Zufriedenheit Ālavakas beantwortet hatte, erreichte dieser den Zustand eines Sotāpanna (SnA.i.239; S.10.12).
Als der Morgen dämmerte, brachten die Männer von König Ālavaka, den jungen Prinzen Ālavaka-Kumara zu dem Yakkha. Als sie sich dem Yakkha näherten, hörten sie dessen Freudenrufe am Ende Buddhas Rede und waren aufs äußerste verwundert. Sie übergaben den Prinzen an Ālavaka, der sich seiner Schämend, den Jungen an Buddha weitergab. Buddha segnete den Prinzen und gab ihn an die Boten des Königs zurück. Der Junge, von den Händen des Yakkha an Buddha, und weiter und die Männer des Königs gereicht, also von Hand zu Hand, wurde von da an Hatthaka Ālavaka genannt (SnA.i.239-40).
Als der König und die Stadtbewohner hörten, dass der Yakkha ein Anhänger Buddhas geworden war, bauten sie ihm eine spezielle Unterkunft in der Nähe von Vessavana und versorgten ihn mit endlosen Geschenken von Blumen, Parfüm, etc. Die Geschichte von Ālavaka, von der hier nur eine Zusammenfassung wiedergegeben wurde, findet sich ausführlich in SnA.i.217-40 und in SA.i.244-59. Sie wird auch in Kürze in AA.i.211-12 erzählt, mit ein paar unterschiedlichen Details.
Ālavakas Wohnsitz war neunzig Meilen von Sāvatthi entfernt, und Buddha legte die ganze Strecke in einem Tag zurück (SnA.i.220). Die Unterkunft befand sich in der Nähe eines Banyan Baumes und war am Boden (bhummattham) gut geschützt mit Mauern, etc., oben mit einem Metall Netz bedeckt, und alle Seiten eingeschlossen wie bei einem Wagen. Sie dehnte sich über neun Meilen aus, und über ihr lag die Luft Route nach Himavā (SnA.i.222). Asketen, nachdem sie den glitzernden Palast sahen, fragten oft was das war. Ālavaka fragte sie dann nach ihrem Glauben, und wenn sie nicht antworten konnten, nahm er eine feine Gestalt an, trat in ihre Herzen ein um sie verrückt zu machen (SnA.i.228).
Ālavaka schrie seinen Namen bevor er von Himavā herabkam um Buddha zu bezwingen. Er stand mit seinem linken Fuß auf Manosilātala und mit seinem rechten auf Kelāsakūta. Sein Schrei konnte in ganz Jambudīpa gehört werden und es war einer der vier Schreie, die nach Tradition so weit gehört werden konnten (SnA.i.223; für die anderen siehe Punnaka, Vissakamma und Kusā).
Ālavaka hatte eine spezielle Waffe, die Dussāvudha, vergleichbar mit Sakkas Vajirāvudha, Vessavanas Gadāvudha und Yamas Nayanāvudha. Es hatte die Macht, in die Luft geworfen, den Regen für zwölf Jahre aufzuhalten und auf den Boden geworfen, alle Pflanzen für die gleiche Periode zu zerstören. In das Meer geschleudert würde es das Wasser austrocknen und den Sineru in Stücke sprengen. Es war aus Stoff gemacht und wird beschrieben als Vatthāvudha, und wird getragen als Teil des Obergewandes (uttariya).
Es gibt drei herausragende Besonderheiten in der Geschichte von Ālavaka, welche sie mit dem gesammelten Geschichten von Professor Watanabe verbindet (J.P.T.S.1909-10, pp.240ff) unter dem Titel "Kalmāsapāda":
Die Unterredung mit Ālavaka war eines der Haupt Ereignisse in Buddhas Leben. (Z.B., Jat.469; Mhv.xxx.84).
Ālavakas Name erscheint in der Atānātiya Sutta, unter den Yakkhas, die von Buddhas Anhänger, in Zeiten von Not, um Schutz gebeten werden können (D.32). (Siehe auch Ālavaka Sutta unten).
1. Ālavaka Sutta. Überliefert die acht Fragen, gestellt von Ālavaka Yakkha an Buddha, und die Antworten dazu. Es wird gesagt (SnA.i.228), dass Ālavakas Eltern die Fragen mit den Antworten von Kassapa Buddha gelernt hatten, und sie an Ālavaka weiter gaben, als er noch jung war; aber er konnte sie nicht in Erinnerung behalten, und, damit sie nicht verloren gingen, ließ sie mit roter Farbe auf goldenen Blättern niederschreiben und in seinem Palast aufbewahren. Als Buddha die Fragen beantwortet hatte, fand er heraus, dass sie ganz genau mit denen von Kassapa übereinstimmten (SnA.i.231).
Das Ereignis findet sich in zwei Sutten, im Sutta Nipāta (Sn.I.10) und im Samyutta Nikāya (S.10.12). Das Ālavaka Sutta wird auch mit zu den Parittas, den Schutztexten gezählt.
2. Ālavaka Sutta. Eine Unterhaltung zwischen Buddha und Hatthaka Ālavaka in welcher Buddha sagt, dass er zu denen gehöre die wirklich glücklich sind. A.i.136f.??
[kann ich nicht finden, es könnte sein, dass in der burmesischen Pali Ausgabe, die mir im Moment nur zur Verfügung steht, diese Sutta Hatthaka Sutta genannt wird, A.iii.35; WG]